24.10.2012

Erdnusslocken“ (Arbeitstitel meines veganen Fetischromans)
Niveau ist ein Planet mit wenig Anziehungs- aber hohen Rotationskräften. Und das Gefühl mangelnder Anziehungskraft stellt sich nicht erst beim Blick in den Spiegel ein, sondern bereits im feuchtwarmen Mummelbettchen: Die Kraft zum Aufstehen und Anziehen nimmt allmorgendlich in direkter Verbindung mit der schwindenden Morgensonne ab. Gut, dass wir ab Sonntag wieder eine Stunde mehr Zeit haben, den nachbarlichen Radiowecker anzuschreien – so bleibt Raum, den Wechselstrumpf einzupacken, damit die Rübe besser runkelt. Anschließend gilt es wieder, dem feindlichen Leben zu trotzen. Streng gegen sich und andere, im Auftreten wie im Körpergeruch. Glücklicherweise ist in all dieser Kargheit ein Silberstreifen zu finden, der verhindert, dass „die da oben“ in eure wichtigsten Geheimnisse und geheimsten Wichtigkeiten Einblick bekommen. Die Alufolienkappe namens Hafenklang wumpert euch mit unglaublichen Veranstaltungen alle Erinnerungen weg. So seid ihr sicher, falls ihr mal von Aliens entführt werden solltet. Die Veranstaltungen mit Sternenschweif:

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18.10.2012

„I know violence is not the answer, I got it wrong on purpose“ (Sportlerhumor)

Newsletter sind dazu da, laut schreiend auf und ab zu hüpfen und die ganze Zeit fingerschnipsend zu gröhlen: „Guck mal, was ich neues hab!“. Als Bonus gibt es dann meistens 5,- oder ein buntes Bild oder irgendeinen anderen Mist wie langatmige Einleitungen. Alles teuer bezahlt von treuen Kunden. Umso schöner, wenn eine Werbeaktion den Charakter der Ware widerspiegelt. So haben die Käufer vom Gummibärenblut es finanziert, dass jemand für unglaublich viel Geld „ganz schön high“ wird, um dann quasi direkt ungebremst den Absturz seines Lebens zu erfahren. Passiert im kleinen mit diesem und anderen Stoffen an jedem Abend in jeder Disko, an jeder Tanke, auf vielen vollgepupsten Sofas.
Doch von Ikarus zu wichtigeren Dingen: Mützenzeit! Auch wenn viele Leute aus vermeintlich modischen Gründen das ganze Jahr über eine Kopfbedeckung tragen, jetzt wird es notwendig. Der Winter naht und Insekten und Kleinsäuger suchen eine Stelle zum sicheren Überleben. Ohren sind dort das, was Süden für Vögel ist. (Falls euch jemand fragt, dürft ihr das gerne zitieren: Ohren sind der Süden der Insekten und Kleinsäuger.)
Das unfreiwillige Ohrasyl lässt sich auch nur bedingt vermeiden: Ohne Kopfbedeckung verkühlt man sich, ausserdem haben Viecher freien Zugang. Mit Mütze, Kopftuch oder Stirnband (Wintertrend 2014) zirkulieren die Ohren nicht genug, der Ohrgeruch wird muffig und lockt noch mehr Insekten als ohnehin schon. Körperteile ins Ohr stecken schiebt bloss tiefer rein und nur wahnsinnige lassen sich noch vom Ohrenreiniger mit Pinzette, Zahnstocher und Wasserwerfer den Gehörgang penetrieren. Die naheliegendste Form der Reinigung ist „Ohrendeo“ mit 76% Alkohol, alternativ Sambuca bohnenfrei über die Lauscher trinken, ohne dass brennende Flüssigkeit zu tief kommt.
Deutlich komfortabler ist aber, sich das Trommelfell musikalisch aufbürsten zu lassen.
Die Streicheltermine im Hafenklang:

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Watersports

Fett schwimmt oben und dominiert dadurch. Böses, böses Wasser.

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09.10.2012

„vegan oder tot – ich ess alles.“ (omnivore Lebensweisheit)

Hat sich eigentlich schon mal jemand oder noch nicht? Wäre gut zu wissen, weil man dann unter Umständen. Und da kann man gar nicht genug! Jedenfalls sollten wir mehr und Du könntest auf immerhin manchmal. Nee, das mein ich gar nicht. Pass mal lieber mehr auf, dass die. Wieso ich? DU hast doch! Müssten sie nicht eher. Ach, das soll so? …scheisse.

yep.

Tagesaktueller Zirkelschluss zum Anfang des Textes:
Ein 32-jähriger Mann ist nach seinem Sieg im Kakerlakenwettessen noch vor Ort tot zusammengebrochen. Die ungefährlichen Termine im Hafenklang:

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03.10.2012

Aquam foras, vinum intro!“ (Wasser raus, Wein rein! Petronius)
So einzigartig wunderschön Biogemüse auch sein mag: Die beste Verwendung für Steckrüben ist immer noch Völkerball oder Schnapsmachen. Hybridtrinker sind sich einig: Bio ballert. Bleibt nur die Frage nach der passenden Trinkkultur. Schon seit Jahrzehnten ist im Norden festgestellt worden, dass man zwar wenig trinke, aber oft und dann viel. Doch wie schlucken andere Leute und warum? Warum nicht einmal neues entdecken? Statt Korn mit Fanta, Cola mit Weinbrand oder Mescal mit Würmchen vielleicht einmal Eierlikör mit ganzen Stücken! Das dehnt „den Lauf“ gleich für die zu erwartende Wiederkehr vor, falls das Ei wider Erwarten ein „tausendjähriges“, sondern einfach nur angebrütet war. Ob hartgekocht oder handwarm direkt „auf Ex“ ausgelutscht – das wird ein Bacchanal, das Spuren hinterlässt, vor allem freilaufend.
Bleiben wir gleich beim Vogelspass, denn ich komme aus einer Familie von Tierbefreiern. Der letzte Wellensittich, der bei uns übernachtete war ein eingefleischter Fußgänger und wenn er flog, dann nur um sofort hinter den Wohnzimmerschrank zu rutschen und dort festzustecken. Dort sang er dann sein Klagelied, bis ihn wer befreite. Wir nannten ihn ob seiner Lage und der Schönheit seines wandtafelkreidegleichen Gesanges abwechselnd Rapunzel, Sirene oder Loreley, denn er war crossdresser und kein „cis“co. Wellensittiche können bei richtiger Pflege bis zu 20 Jahre alt und 600 g schwer werden, was erwiesenermassen zu einigen Problemen führen kann, denn die Auseinandersetzungen mit dem Spiegel an der Vogeltränke nehmen im Alter an Brutalität zu.
Harmlos, spassbetont und ebenso vogel- wie hundefrei: Die Termine im Hafenklang

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26.09.2012

„Der verzieht keine Mine.“ (Wenn Leute mit Rechtschreibschwäche von stoischen Bergarbeitern berichten.)
Wie ich letzte Woche treffend feststellte, ist laut Spekulatiusaufkommen der Herbst ausgebrochen. Endlich urlaubliche Nebensaison! Betuchte kinderlose Singles buchen Billigflieger, um durch ausgestorbene Urlaubskäffer zu wanken und festzustellen, dass auch der Tourismus mal Urlaub macht. Finanziell weniger gut Bestückten bleibt nur, mit der CC-Karte – dem Ticket für die HVV Nebensaison (9-16 bzw. 18-4 Uhr) – ein wenig nach Jenfeld, Osdorf oder Mümmel zu fahren. Entweder, sie wohnen da ohnehin schon oder sie berauschen sich an den prächtigen Plattenbauten im Regen und freuen sich, dass sie für diesen Downer nicht auch noch durch den Nacktscanner mussten. Das geht übrigens auch nicht mehr lange gut, denn der HVV erhöht die Preise. Powerbegründung: Immer mehr Leute nutzen den öffentlichen Nahverkehr.
Anderer großer Knaller diese Woche: Thermische Verwertung von Reststoffen direkt vor Ort durch einen Mann und sein Feuerzeug. Auf die Frage, was er da tue war seine Antwort rein deskriptiv und damit großartig. „Ich verbrenne heute in der Gegend Müll“ ist für mich eine der besten Antworten, die man geben kann, sollte man irgendwann mal nach seinen Urlaubsplänen gefragt werden. Eigentlich auch sonst. Der Mann ist in seiner Lässigkeit für mich eine Art realer Superheld, quasi „Müllman“, nur eben anders.
Letztes Highlight bislang: Schumi (der Rennfahrer mit dem Gesichtsspoiler) verpasst die Schweigeminute eines toten Bekannten. Soweit, so unpassend. Aber musste er noch einmal nachlegen, indem er erklärte, er war zwar während der Schweigeminute auf Toilette, aber währenddessen die ganze Zeit in Gedanken beim Toten? Die nächste Steigerung wäre dann die Urne als Nachttopf. (In Zeiten von Smartphones und Tablet PCs will ich andererseits auch nicht drüber nachdenken, wo der Newsletter gerade gelesen wird. Hoffentlich nur, wo keine Fliesen sind…)
Ähnlich tagesaktuell wie diese Mini-Presserundschau, die Termine im Hafenklang:

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17.09.2012

I am the cheese. I am the best character on this show. I am better than the salami and the bologna combined.“ (Mr. Cheese)

Die Kapelle greift wieder zum Tuschkasten und spielt einen eben solchen: Veronika, der Herbst ist da! Die kaltgepressten Ostereier sind als Dominosteine wiederauferstanden und beweisen damit den buddhistischen Reinkarnationskreislauf, obwohl Schokolade eigentlich fleischfrei ist und der Begriff Reinkarnation bei Leberkäse oder Fertigfrikadellen viel besser passen würde. Frikadellenfans, die aus ihrem Körper mehr Selbsterkenntnis (und Frustration) als Selbstvertrauen ziehen, vermeiden Begriffe wie FrikaDELLEN bzw. FrikaDUNSEN, und hoffen so, nicht immer auf die optischen Begleiterscheinungen vom Ergebnis jahrelanger „Fleisch“Mischkunst gestossen zu werden. Klappt natürlich nur solange, wie man im Stehen seine Füße noch sehen kann. Das soll hier aber kein flammendes Fanal wider den Fleischverzehr sein, ich möchte nur mal viele Worte mit F-Lauten verwenden. Vielleicht isst ja jemand Kekse beim Vorlesen. Die beiden Dinge, die ein Cowboy nie verleihen sollte, sind übrigens Pferd und Pfahnbürfte, hat mir mein Opa einst erklärt. Der hat mir auch den Begriff „Chansonettentittchen“ für kleine Frikadellen versucht nahezubringen. War ne andere Zeit…
Wer übrigens mal versuchen möchte, ob die dicke, grobe Fleischereifachverkäuferin in der Berufsschule aufgepasst hat, bestellt „ein Achtel Bie-Steakhack“ und echauffiert sich sofort lautstark, wenn verwirrt nachgefragt wird. (Für Zugezogene: 62,5 g – ein achtel Pfund und umgerechnet etwa zwei Happs)
Nahrung hin oder her: Die Termine der Woche mit wie immer sattem Sound und hungrigem Publikum

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knack.

Es knirscht im Gebälk, noch diese Woche dürfte die 12000er Marke überschritten werden. Das heißt, ein kleiner Kreis geschmacksechter InternetnutzerInnen klickt hier immer mal wieder rein und dieser sporadisch betreute Brenner der Selbstbeweihräucherung hat es bis auf Seite 2 der Google Suchergebnisse geschafft. Im Land der Jägerzäune ist das für jemanden, der sich sonst nicht googelt ganz gut. Nach diesem 3 G Satzabschluss ein Video zum Thema Knack, (bzw: Leute, mit denen ich gerne mal trainieren würde.)

Und natürlich immer wieder: Danke, dass ihr hier vorbeiluschert. Ich freue dann in etwa immer so:

weitermachen.

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11.09.2012

Like eyes in the sunshine“ (Wenn Serienmörder Lieder schrieben)

Immer wenn man traurig ist, trinkt Heinz Erhardt einen Korn und Petrus fängt an zu weinen, weil er Dich kleinen Engel verloren hat als Du damals – kurz bevor wir uns trafen – vom Himmel fielst. Und so muss es passiert sein, denn Du siehst aus, als ob Du aus großer Höhe ungebremst auf die Hackfresse gefallen bist. Nachdem wir das aus der Welt geschafft haben und es nun vielmehr zwischen „uns“ im Raum steht, können wir uns den anderen Widrigkeiten des Lebens zuwenden.
Leserbriefe sind solch ein Thema. Eine per Internet zugezogene Person wünscht sich, den Newsletter per Absatz und Zeichensetzung übersichtlicher gestaltet zu erhalten. Dazu ist folgendes zu sagen: Dieser Text ist wie vorgekocht, die äußere Form dient als Serviervorschlag, am völlig überwürzten Inhalt und der hohen Kalorienanzahl trotz minderwertiger Inhaltsstoffe ändert sich nichts. Mit anderen Worten sieht der Text bei mir am Katheder noch prima aus, wenn er aber z.B. im Gratismailprogramm aufploppt, sind alle Formatierungen sowie diverse Satzzeichen im Katheterbeutel des Internetz gelandet. Schaurig, aber so steht es geschrieben. (Absatz)
Sehr gut hat mir auch die Zuschrift gefallen, die eine Verdoppelung meines Honorars forderte (die Mail wurde mir im Gegensatz zu dem anderen Ding gar nicht weitergeleitet. Egal, Bleiche drauf, abwischen, Neustart). Ich werde das beobachten wie meine Nachbarn mich beim Duschen.
Damit hat sich auch das Wurmloch „Interaktion mit Rezipienten“ wieder geschlossen, bis das Mondgesicht im zweiten Haus Jupiter aus den ungeputzen Scheiben grient. Also: Bitte keine Leserbriefe, lieber den Newsletter verlinken, zum Neuabonnieren animieren und unter verschiedenen Pseudonymen bei den Veranstaltungen mehrfach Eintritt ablatzen. Das Programm zum Auswendiglernen:

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04.09.2012

Zu jeder Schmandtat bereit!“ (aus „Kalte Küchen Kalauer für Leute mit spitzer Kochmütze“)
Der Newsletter beschäftigt sich immer wieder mit Kommunikation und geht so über das reine Bewerben der eigenen Veranstaltungen hinaus wie eine Lemminghorde beim Helgolandbesuch. (Der Erfolg dieser Massnahme spiegelt sich deutlicher im verwendeten Bild wider, als viele Leute glauben mögen, aber dazu irgendwann anders mal mehr). Videobotschaften, Kornkreise, Körpergeruch, Internettexte und Plakate sind meine liebste Arten der Kommunikation. Ich kann mich beinahe minutenlang vor einem Plakat aufhalten und liebe es, wenn die dünne Glasur des „gutgemeinten“ Risse bekommt und den Blick auf die wahnsinnigen Fehlentscheidungen freimacht, die wärend des Herstellungsprozesses getroffen wurden und nun nicht mehr aufzuhalten sind. Ein Plakat als Sinnbild eines Lebensentwurfs und Geistesglückskeks, der Newsletter als Tauchsieder der Seele. Doch worum geht es eigentlich? Frösche? Haltbarkeitsdatum? Anspielungen auf Zeiten längst vergangenen Ruhms? Nein, oder zumindest nicht ganz: Es geht um Hoden.
Vermittelbarkeit ist ein wichtiger Aspekt menschlichen Handelns. Viele Taten haben eine Aussenwirkung und man sollte sich zumindest manchmal überlegen, ob die eigenen Vorschläge irgendwie nachvollziehbar sind (der Newslettertext ist hier ausdrücklich ausgeschlossen).
Mein derzeitiger Diskrepanz-Hit ist das Plakat einer Tierrechtsgruppe, auf dem sich ein traurig guckender Hund in der Ukraine per Foto und Text mit einem dicken DANKE erkenntlich zeigen möchte, dass ihn ein spendenfinanziertes Rollkommando eingefangen und kastriert hat. Nun soll noch mehr Geld gesammelt werden, um noch mehr „… Streuner einzufangen, zu kastrieren und zu behandeln. 3000 Hunde haben sie bereits kastriert und behandelt, und sie machen weiter“
Ich habe an keiner Stelle im Text entdecken können, wie die Kastration das Leben der Streuner einfacher macht und dass die Tiere nach so einem Eingriff noch behandelt werden, sollte eigentlich so klar sein, dass man es nicht erwähnen braucht. Na, vielleicht stecke ich einfach nicht so sehr in der Kastrationsszene (heißt das bei Tieren eigentlich auch Bodymodification?), aber das ganze KLINGT ja noch nicht einmal euphemistisch. Im Angesicht des hodenlosen Hundes, der dafür auch noch Danke sagen soll: Mein Geld bleibt, wo es ist. Na, wie auch immer. Irgendjemand wird nun bestimmt wieder ganz böse über so viel Unkenntnis sein. Zum Glück dürfen Veganer nix mit Buttersäure machen.

Die genderneutralen Termine im Hafenklang

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