18.10.2012

„I know violence is not the answer, I got it wrong on purpose“ (Sportlerhumor)

Newsletter sind dazu da, laut schreiend auf und ab zu hüpfen und die ganze Zeit fingerschnipsend zu gröhlen: „Guck mal, was ich neues hab!“. Als Bonus gibt es dann meistens 5,- oder ein buntes Bild oder irgendeinen anderen Mist wie langatmige Einleitungen. Alles teuer bezahlt von treuen Kunden. Umso schöner, wenn eine Werbeaktion den Charakter der Ware widerspiegelt. So haben die Käufer vom Gummibärenblut es finanziert, dass jemand für unglaublich viel Geld „ganz schön high“ wird, um dann quasi direkt ungebremst den Absturz seines Lebens zu erfahren. Passiert im kleinen mit diesem und anderen Stoffen an jedem Abend in jeder Disko, an jeder Tanke, auf vielen vollgepupsten Sofas.
Doch von Ikarus zu wichtigeren Dingen: Mützenzeit! Auch wenn viele Leute aus vermeintlich modischen Gründen das ganze Jahr über eine Kopfbedeckung tragen, jetzt wird es notwendig. Der Winter naht und Insekten und Kleinsäuger suchen eine Stelle zum sicheren Überleben. Ohren sind dort das, was Süden für Vögel ist. (Falls euch jemand fragt, dürft ihr das gerne zitieren: Ohren sind der Süden der Insekten und Kleinsäuger.)
Das unfreiwillige Ohrasyl lässt sich auch nur bedingt vermeiden: Ohne Kopfbedeckung verkühlt man sich, ausserdem haben Viecher freien Zugang. Mit Mütze, Kopftuch oder Stirnband (Wintertrend 2014) zirkulieren die Ohren nicht genug, der Ohrgeruch wird muffig und lockt noch mehr Insekten als ohnehin schon. Körperteile ins Ohr stecken schiebt bloss tiefer rein und nur wahnsinnige lassen sich noch vom Ohrenreiniger mit Pinzette, Zahnstocher und Wasserwerfer den Gehörgang penetrieren. Die naheliegendste Form der Reinigung ist „Ohrendeo“ mit 76% Alkohol, alternativ Sambuca bohnenfrei über die Lauscher trinken, ohne dass brennende Flüssigkeit zu tief kommt.
Deutlich komfortabler ist aber, sich das Trommelfell musikalisch aufbürsten zu lassen.
Die Streicheltermine im Hafenklang:

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