Archiv für Mai 2012

29.05. 2012

Jetzt gehts hier richtig ab!“ (erotische Spiele mit Heisskleber)

Der Hühnerflügel ist kein Instrument, zumindest keines, mit dem man eine anständige vierhändige Sonate klimpern kann. Aber geklimpert wird hier ohne Ende, kaum scheint die Sonne werden Schuhe und Socken versteckt und man behängt sich mit allerlei Gebimsel: Halsketten, Armreifen, Fusskette, Zehenring. Hauptsache es klimpert und macht die Elstern verrückt. Was mir an der anscheinend zunehmenden Verwabbelung der Jugend ganz gut gefällt, ist dass zumindest großformatige Nabelanhänger und Bauchketten (Nein, nicht Gürtel. Bauchketten wie am Arm, nur deutlich länger) nicht mehr viel Verwendung finden. Man könnte auch sagen, ihre Anzahl nimmt ab. Dann hätten wir noch einen weiteren Gewichtskalauer, da freut sich immer jemand, wenn er einen bemerkt. Von wegen geheime Botschaft und so…

Geheime Botschaften, wie DIE GANZE WELT WIRKLICH funktioniert und ihre entsprechenden Entstehungstheorien werden meist von einer recht „speziellen“ Bevölkerungsgruppe entdeckt. Einige von denen leiten daraus Ideen ab, die sie für Politik halten. Eine besondere Sorte Blitzbirnen versucht, sich am Sonnabend in der Stadt zu platzieren. Grundsätzlich gilt: Wer feiern will, kann sich auch mal gerade machen. Daher erneut der Aufruf: Am 2.6. den Naziquatsch verhindern! So, wie es einem angemessen erscheint.

Zum Abschluss noch was anderes: Einer der Pfandwölfe vom Sonntag stellte eine äusserst interessante Frage: „Woher wissen die denn alle, dass hier heute Musik ist? Wahrscheinlich über Mundpropaganda ne?“ Wir waren uns inmitten der Flyer und Plakate auch nicht sicher. Immer wenn die Tür auf ist, kommen die Leute irgendwie von selber. Wahrscheinlich kennen die sich alle. Oder es ist irgendwas mit diesem Internet…
Jedenfalls, falls Du Kontakt zu anderen Leuten hast, erzähl denen doch einfach mal vom Hafenklang, da ist abends immer so ein bisschen was los. Vielleicht könnt ihr ne Telefonkette machen. Wir haben gefragt und diese Woche sind da folgende Veranstaltungen:

21.05.2012

Sobriety is like a condom – both interfere with my plan to die young.“ (James Bond)

Wer morgens Blue Curacao mit dem Abflussreiniger verwechselt und es erst nach der dritten Mische merkt, sollte hoffen, dass die Gäste festes Zahnfleisch haben. Denn das is Hamburg, du Arsch und hier wird jedes Wochenende versucht, sich eine Lobotomie zu ertrinken. Zumindest kommt es mir so vor, wenn ich meine Eindrücke z.B. vom Hafengeburtstag Revue passieren lasse. Und nächstes Wochenende ist Pfingsten, da hat man schon wieder einen Tag mehr zu feiern. Aber warum eigentlich? Erinnern wir uns an letztes Jahr, wo ich Pfingsten erklärte, in fremde Zungen und wieder zurück übersetzen liess und mit dem Ergebnis glücklich war. Nein, immer noch bin. Sehet!

„Pfings­ten ist, und wie wir alle er­in­nern uns an Cam In der 50. Tag nach Os­tern, der Hei­li­ge Geist auf die Jün­ger und sagte: Down in frem­den Spra­chen. Sie kön­nen zwar nicht vor­stel­len, viel an­ge­neh­mer Lage bei sich selbst und dicht­ges­ab­belt, des­sen Klei­dung Klum­pen viel ab­ge­ris­se­nen Hals, neh­men Sie die zwei­te Satz vegan Aus­le­gung des Jah­res als Chan­cen und über­set­zen sie über Goog­le den News­let­ter ge­schla­gen wer­den Dies­mal mit der Rück­kehr in an­de­ren Spra­chen und um­ge­kehrt. Dann la­chen sie laut an den Wo­chen­en­den Er­geb­nis und freu­en uns auf einen Platz so Schei­ße nicht mehr Unzen pro Jahr. Im theo­lo­gi­schen Sinn, der Weg we­ni­ger als wün­schens­wert, ehr­lich ge­sagt un­fair. Von der spa­ni­schen In­qui­si­ti­on Das Ziel der deut­schen land­wirt­schaft­li­chen Jah­res kam her­aus und ver­such­te, Er­näh­rung be­stra­fen, be­steht wenig Ge­fahr. Die Rü­cken- und wie­der über­set­zen Sie den News­let­ter in der IKT- Ele­ment ab­so­lu­te Jah­ren je nach Aus­le­gung für die Tat­sa­che, dass die ba­by­lo­ni­sche Ver­wir­rung der Spra­chen war kei­nes­wegs von der eli­mi­niert „Pfings­ten“. Vor allem, wenn die Türme in Ham­burg tan­zen ge­baut. Ya, ich weiß nur, was ich schrei­be. Zu­sam­men­fas­send gilt des­halb die be­rech­tig­te Sorge vie­ler Un­ken­ru­fen im Wort Ro­land Kai­ser: „Ich glau­be, es be­ginnt wie­der …“
Vielleicht sollte an dieser Stelle nachgeschoben werden, dass es im Hafenklang weder Getränke mit Blue Curacao noch mit WC-Ente gibt. Aber es existieren ja noch ein paar andere Kneipen an der Elbe.
Weltbester Veranstaltungstipp ausserhalb des Hafenklangs: Am 26.5. von 12-17.30 kann man zugucken, wie andere Leute 55,- bezahlt haben, um an einer Veranstaltung namens „Die Kraft der Bäume“ teilzunehmen und „Informationen“, die die Bäume „von den Sternen an die Erde weiter geben“ empfangen. Leider bin ich nicht da. Die bongotrommelfreien Termine der Woche im Hafenklang:

14.5.2012

Können wir eben so rein? Wir wollen nur mal gucken…“ (Kinokassenkracher)

Selig sind die Zeiten, in denen der Mitbewohner nicht da ist und man endlich wieder den ganzen Tag mit dem nackten Arsch über sein Kopfkissen rubbeln kann. Doch wisse: Dunkel ist der Tag, an dem die Stromrechnung erneut in Richtung Weltenende geschoben und der Mammon zum Verwandeln von Wein in „Wasser“ verwendet wird. Dräuend Ungemach drohet! Um es anders zu sagen: Hat jemand noch Umzugskartons für mich? Einfach vor den Spiegel stellen und dreimal laut „Ja, ich! Genau hier!“ rufen, da kommt dann jemand und holt euch ab.

Abholen ist ein ganz großes Thema unserer Zeit. Medien wollen den Konsumenten „abholen“ anstatt ihn einfach kommen zu lassen oder ihn dort zu lassen, wo er ist und vielleicht gerne bliebe. Ich will zumindest nicht abgeholt werden, schon gar nicht von einer Zeitung, Sendung, dem Paketmenschen oder den Leuten mit dem berühmten weißen Kittel. Vom Taxi meinetwegen, aber das zahlt dann bitte wer anders.
Was mich begeistert ist, dass hier alles mögliche abgeholt wird, z.B. Hausmüll. Andere Sachen wie Kleidung, Verpackungen und Papier darf man an bestimmten Tagen sogar einfach so auf die Strasse werfen und jemand sammelt das legal ein. Nie wieder muss ich ein stilles Duell mit Druckerzeugnissen um begehrten Wohnraum führen, nur weil „der Container“ so weit weg ist! Zack! Raus auf die Strasse und Haufen bilden.

Speaking of that: Am 2.Juni wollen die Klapskallis von Rechtsaussen mal wieder versuchen, im Rudel durch Hamburg zu laufen und verwirrte Thesen unter die Leute bringen. Über den Zusammenhang zwischen Nazis und Altglas habe ich mich schon an anderer Stelle geäussert. Daher nur so viel: Diesem Pack keinen Meter. Und Pfand gehört daneben.

Bis Juni kann man aber noch bequem einige ordentliche Feiereien hinlegen. Die Pflichttermine der Woche:

„Filme guck ich nur im Original, wegen der Stimmen“

Die Ziege bockt. Oder was auch immer die korrekte Bezeichnung für das Tier bzw. das entsprechende Slangwort ist.

Jedenfalls könnte ich mir vorstellen, dass hier durch Synchronisation viel verloren gehen könnte.

08.05.2012

Im Frühjahr ist der Paarungstrieb männlicher Erdkröten so stark, dass sie sogar ein aufgeweichtes Brötchen mit einem Weibchen verwecheln können“ (Nach Dr. S. Gomez) „Auf, auf zum Bäcker!“ (Kermit „der Frosch“)

Der Blick in den Spiegel offenbart blühende Landschaften. Der Mai ist gekommen, die Pusteln bühen auf. Zeit, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Die Spargelsaison bietet hier manche Challenge, über die es an anderer Stelle zu referieren gilt. Jedenfalls ist Spargelstecher kein besonders netter Spitzname für die Hungerhaken in Röhrenjeans und Atompilz auf dem Kopf, die einem ständig mit ihrem Leinenbeutel vor der Nase herumwedeln. Ich bitte, diese Bezeichnungen ab sofort zu unterlassen. Sie sind nicht Ausdruck eines jugendlichen Umgangs mit Sprache, sondern irgendwat anderes. Kann ich nicht sagen, Fernsehen ist jetzt digital und den Rest des Beitrags konnte ich nicht zu Ende gucken.
Eigentlich auch Lachs, heute ist der 8. Mai und wer nicht feiert, hat verloren und ohnehin einen mittelschweren Haschmich.
Doch genug von Verwirrten, reden wir lieber von nahrungsinduzierten Bewusstseinserweiterungen, einem völlig anderen Bereich menschlichen Daseins. Dass Schokolade besser als wie Sex, dieser aber genauso befriedigend wie ein Facebookeintrag sein kann, ist angeblich erwiesen. Was das für die Länge des Newsletters heißt, kann sich jedeR selbst ausmalen. Aber nicht über die Linien kritzeln! Ein viel spannenderes Kribbeln im Bauch macht ohnehin eine ordentliche Portion Funazushi, heruntergespült mit einer Dose Energydrink. Die Veganer, die leider nicht mitmachen dürfen, werden einfach hinterher angerülpst, das reicht vollkommen. So schmeckt der Sommer an der Elbe.
Ähnlich geil – am Wochenende ist nicht nur Muttertag, sondern auch Hafengeburtstag. Die Termine zum verstecken im Hafenklang: