Archiv für Dezember 2011

Übrigens…

Seit langer Zeit gilt: Überlege, was Du feiern möchtest. Morgen ist der 31.12.2011 und viele Leute laden zu einer Feier ein. Möchte man den Jahreswechsel feiern, nennt man so was am Besten Silvester-Party. Auf diesen Partys wird zuviel getrunken und verkrampft auf 0.00 gewartet, damit man endlich von irgendwem geküsst wird. Vielfach sind diese Feiern auch einem Motto untergeordnet, z.B. „80er“.
Möchte man nun eine andere spezielle Party feiern, z.B. anlässlich des neuen Stallone Films, nennt man seine Feier praktischerweise Sylvester-Party, weil der Typ so mit Vornamen heißt. Da wird dann auch viel getrunken und man wartet einfach so, dass man endlich mal knutschen kann, vorzugsweise mit jemandem vom präferierten Geschlecht…
Wieso zum Jahreswechsel so viele Stallone-Partys angekündigt werden, die dann nicht halten, was sie versprechen, ist mir seit Jahren schleierhaft und ich weigere mich, weiter darüber nachzudenken. Macht, wie ihr wollt, ich geh ins Bett. Zum Vergleich noch 2 Links, die bildlich darstellen, was ich meine: Sylvester und Silvester.

Wie auch immer: rutscht sanft, aber bestimmt ins neue Jahr. Wir sehen uns auf der anderen Seite.

28.12.2011

Alles was ich will: kim yong il!
– Alles was wir tun: für kim yong un!
– Nichts schmeckt so gut, wie schlanksein sich anfühlt!

(drei säulen des nordkoreanischen kommunismus)

Sollte man einen Soundtrack für zwanzigelf wählen, wäre aus politisch-kultureller Sicht nur ein Lied das einzig wahre: „Dingdong die Hex ist tot“. Kaum ein Jahr hat an so vielen unterschiedlichen Ecken der Welt mit den bestgekleidetsten Männern aufgeräumt wie dieses. Bosozoku in Japan, Bin Laden an der Edelmüllkippe, Muammar „Mickey Rourke“ Gaddafi irgendwo im Sand, „Loriot“, Würzel von Motorhead, double rainbow Kim Yong Il, diverse andere, für die mir gerade der Spitzname nicht einfällt (z.B. Georg Kreisler, F-J Degenhardt) und ganz kurz vor Schluss Joppe Heesters… Alles Leute, um die bestimmt irgendwer trauert.
Mal im Ernst: Was war denn das für Jahr?! Zappelt noch irgendwer ausser Mario Barth und Benni XVI? Und wie soll das weitergehen? Einziger Lichtblick ist Chavez in Südamerika. Mit seinem Faible für krasse Jogger wird er hoffentlich noch lange seiner Jugendorganisation (Chavs/ Chavettes) im Vereinigten Königreich ein glorreiches Beispiel bieten können. Denn wir wissen: Aus Manchester kommen viele der einflussreichsten Ideen des industriellen Zeitalters.
Wie immer hat das nur am Rande mit unser aller Lieblingsclub zu tun, doch wisse:
Hafenklang ist überall. (Zum Beispiel liegt der Tresen des goldenen Salons mitten im europäischen Nordmeer, wenn ich dem „Handyfinder“ meines Anbieters glauben wollte.) Die Termine an der Elbe:

20.12.2011

lips that touch liquor shall never touch mine.“ (Verbales Verhütungsmittel)

Weihnachten ist das Fest der Liebe, was auch immer das für den Valentinstag bedeutet. Jedenfalls ist Weihnachten die Zeit des Jahres, wo beim Schenken jeder auf sich gestellt ist und sich nicht wie bei einem Geburtstag hinter „lustigen, ironisch gemeinten“ oder „Gemeinschafts“geschenken verstecken kann. Unterm Baum, im engen Kreis, ist Krieg. An Weihnachten wird nicht gelacht, es wird geliebt und besonnen – ein selbstgemachter Lutscher in Form des eigenen Genitals passt da nicht so richtig hin. Ohne Wunschzettel ist die Gefahr also groß, die komplette Unkenntnis über die Wünsche und Vorlieben seiner Nächsten zu offenbaren. Deswegen haben Pärchen und Paare meist einen „Nicht-anschenk-Pakt“ geschlossen, damit die Illusion, die jeweils andere Person verstehe einen, noch länger aufrecht erhalten werden kann. Früher war das einfacher: Männer bekamen Schnaps und Zigaretten, Frauen ein Haushaltsgerät, das man eh hätte besorgen müssen. Seit aber beide Geschlechter ihren Stoff immer von der Tanke holen können und das wichtigste Haushaltsgerät das Handy mit der Nummer vom Pizzaservice ist, hat sich das überholt.
Trotzdem kann man auf diesen Nostalgiezug aufspringen und das besser als auf jeden anderen, tatsächlichen Zug. Schenkt euren Liebsten echte Liebesäpfel. Ein aufwändig verpackter Liebesapfel, auch Paradiesapfel oder Paradeiser genannt, bringt den reinen weihnachtlichen Spirit wieder in die „gute“ Stube. Am besten noch mit dem Schild versehen: „Dieser Goldapfel ist etwas ganz besonderes. Wie Du. Weil Du es mir wert bist.“ Während der anschliessenden Diskussion über den Werteverfall durch Globalisierung könnt ihr schon mal locker auf Betriebstemperatur trinken. Denn am 24. stehen King Horge und der Schreiberling wie gewohnt im goldenen Salon und gucken bei lauter Musik, wer auch keinen Bock auf Blinkebäumchen hat. Hinkommen!
Die anderen Termine drumherum:

Walking on the edge of sanity…

Ich find es ja nicht verkehrt, knackig zu trainieren. Und manche Übungen wirken auf Aussenstehende etwas komisch, weil die oft verständliche Frage „Warum tut man sich das an?!“ mit einem wenig überzeugenden „Na, man weiß ja nie..“ beantwortet wird. Und lieber ein bisschen kontrollierter Schmerz als eine unangenehme Überraschung im Ernstfall. Aber es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde… Leute, sowas macht den Sport kaputt.
Als Fetischvideo sicher ganz brauchbar, aber nicht meine Tasse Tee.

Und natürlich werd ich die Liegestütz mit den Stöcken ausprobieren.

14.12.2011

Menschliche Kommunikation bedient sich digitaler und analoger Modalitäten.“ (P. Watzlawick)
Rummsbumms, Jahr ist um. Zumindest fast. Eigentlich Zeit für einen Jahresrückblick, aber ein bisschen Zeit ist noch. Vorab schon mal mein Wort des Jahres 2011: „penissal“, ein Adjektiv mit wechselnden Interpretationsmöglichkeiten und daher universal (penissal) einsetzbar. Ich bin sehr dankbar, das dieser Begriff an mich heran getragen wurde. Mit Phallismus (gibts noch nicht, keine Angst) geht es daher auch gleich weiter. Auf der Suche nach einem Wochenthema erfuhr ich von den Vorfällen in Lüttich, wo anlasslos mit Granaten auf Passanten geworfen wurde. Unter anderem daher hatte ich das Gefühl, dass nicht „penissal“ sondern „Amoklauf“ das Wort 2011 werden könnte. Amok laufen verbreitet sich hier erst nach und nach, wohingegen es im Südostasiatischen Raum schon eine lange Tradition hat (wie Manga könnte es da allerdings gerne bleiben) und zu den „Kulturgebundenen Syndromen“ zählt. Genaueres kann man die Sozio-/Ethno- und wasweissichfür-logInnen fragen, die einem dem Kaffe ausschenken/das Bier hinstellen. Hätte sich das Studium doch mal gelohnt. Meine Recherche beschränkte sich wie immer auf Wikipedia, denn ich möchte nicht mehr Arbeit in das Schreiben des Textes stecken als ihr beim Lesen desselben. Jedenfalls stiess ich auf eines der wohl interessanteste Herrenleiden aller Zeiten und wirrsten Grund für einen Amoklauf: „Koro: Furcht davor, dass sich der Penis in das Körperinnere zurückzieht und der Tod eintritt.“ Dieses bei Winterjoggern als „Otternase“ bzw. bei Pulverkonsumenten als „Erbsen und Möhrchen“ bekanntes Phänomen kann jedoch auf keinen Fall der Grund gewesen sein, warum sich laut mopo.de ein 22-Jähriger in den USA Silikon in den Penis spritzen liess. Und daran starb. Oder doch? Wäre da eine Art Riesenpiercing mit Rückholleine nicht praktischer gewesen? Und wo ist die Verbindung zum Hafenklang? Nun, die Weihnachtszeit ist immer auch eine Zeit der Besinnung und der inneren Einkehr (Kalauer eingeplant)….

Völlig ohne Bezug zum vorherigen Text: Die Termine der Woche

Hilft jetzt auch nicht, aber…

kalle

man kann ja mal drauf hinweisen. Klugscheisserei bleibt stets beliebt und wie die Umsetzung seiner Pläne bislang aussah, darüber wurde ja schon genug gemeckert.

07.12.2011

Wenn das einzige Mittel ein Hammer ist, sieht jedes Problem aus wie ein Nagel.“ (A. Maslow)

Mit diesem bedeutungsschweren Leitspruch beginnen wir die vergraupelte Woche. Doch selbst bei Sonnenschein wird es höchste Zeit, den oft zitierten Rettungsschirm aufzuspannen, denn irgendeine Firma hat ungefragt „unser schönes“ Deutschland* ein schlechteres Rating verpasst als meinem neuen AAA Kühlschrank. Was auch immer eine Rating-Agentur vorher gemacht hat und ob deren Aussage auch nur irgendeinem Hafenklanggast nicht am Arsch vorbei geht, lässt sich von hier nicht genau sagen. Ich habe beim Altpapier entsorgen meine diesbezüglichen Aufzeichnungen weggeschmissen und alles andere lässt sich nicht mehr lesen. Spricht man dann von einem Illiteralschaden? Vermutlich nicht, aber das Wort sieht interessant aus und klingt weniger unanständig als manch anderes aus dem Bereich der Lese-Rechtschreib-Schwächen.
Kommen wir zu Dingen, die man nie vergisst: Dolle Rezepte zum Advent. Um der festlichen Stimmung des Cargo-Kults gerecht zu werden, gibt es im Hafenklang zu ausgewählten Veranstaltungen einen weihnachtlichen Spezialdrink – den hamburger Beutelschüttler. Ein besinnliches Getränk aus Glühwein, Eierlikör, Jägermeister und Cola. Schmeckt wie Weihnachten mit der Familie!!

*mir ist bewusst, dass die Grammatik hier gebogen wird wie gute Vorsätze am 2. Januar. Ich hoffe, euch auch.

Alle Schütteltermine der Woche:

… ma abwarten.

Wer sich wundert, dass hier schon wieder nichts passiert, sollte ich ein Beispiel an den zwei beiden nehmen.

Es könnte schlimmer kommen. Oder gar nicht.

Unabhängig davon: Angucken, Viel Gut.

Weihnachten naht!

Eine sogenannte Binsenweisheit, aber ein gelungener Anlass, alte Artikel wieder zu benutzen. Das Lied gabs schon letztes Jahr, funktioniert aber immer noch.

Wer es lieber ein bisschen religiös mag, dem sei diese Seite ans Herz gelegt, wo Form und Inhalt perfekt aufeinander abgestimmt sind.

Ambivalenz für Anfänger

…Dieser Text ist allen FanzineleserInnen gewidmet, die freundlicherweise auf diese Seite hingewiesen wurden und es gewohnt sind, sich durch langatmiges Geschwurbel zu lesen. Huhu! Schön, dass ihr da seid. Gruß auch an die SchreiberInnen! Jetzt gilt es nur noch, mich gut zu finden. Bei Fehsbuck. da rechts unten in der Leiste kann man zu mir hin finden. Bis denn.

Oft fragen mich Leute, wie ich diese ganzen komischen Videos im Internet finde. Manchmal frage ich mich das auch, zum Beispiel bei diesem Verbrechen.

Nun haben wir gelernt, dass wer mit ausgestrecktem Zeigefinger auf andere Leute weist, dreimal soviele Finger hat, die auf ihn zurückweisen (Tischler und Zimmerleute ausgenommen). Trotzdem:Das Video ist von vorne bis hinten beschruppt. Der Text ist unter aller Sau, der Typ scheint einen an der Murmel zu haben und die Kameraführung ist alles andere als aufregend. Auch der Drehort „Bahnhof“ wirkt weniger cool als er vermutlich soll. Bleiben die Liegestütze. In den Kommentaren steht, das seien 63 in 50 Sekunden. Nehm ich so hin, wobei Liegestütz ja eigentlich anders gehen..
Ich bin trotzdem mal mitgehoppelt und siehe da: Mit den ganzen Pausen, die er macht ist selbst das kein Problem – wobei ich die Lippen nicht mitbewegt hab, vielleicht war das das schwierige. Komischer Vogel. Dann doch lieber ein Scootervideo mit der ehemaligen Kultursenatorinkandidatin von Hamburg. Wer jetzt fragt, wo die Ambivalenz war, fragt nicht gänzlich falsch. Ging um den Zwiespalt zwischen dem Ignorieren des ersten Videos und dem Hinweisen darauf, weil man einem Klick nicht ansieht, mit welcher Intention er erfolgte. Nicht, dass er denkt, jemand fände sein Video beeindruckend. Toll finde ich hingegen das hier. Wollte ich schon letzten Sommer können, hab ich aber vergessen. Mein guter Vorsatz für 2012.