Archiv für November 2011

30.11.2011

No Border, no nation – Witzischkeit kennt keine Grenzen!“ (Leitspruch des internationalistischen Jeckentums)

Der menschliche Körper und ich sind auf Kriegsfuß. Mit dieser Eröffnung gleite ich „immjidättlie“ reibungslos auf E7 und setze jegliche weitere Diskussion matt. Schach matt. gerollt. Thema durch, Termine bitte.

Nee, von Newsletter praecox hat schließlich auch niemand was – also flugs den Resetbutton geschubbert und von vorne begonnen, ein „ganz heißes Eisen“ mit den schwieligen Fingern glibschig zu greifen. Speaking of heißes Eisen: Man kann nicht nur Metalle einschmelzen, sondern auch Körpergewebe. Und das sogar bei Zimmertemperatur, das macht der Leib ganz von alleine. Ein wahnsinniges Beispiel ist etwa ein Abzess. Jedoch ist es nicht nötig, über solche Dinge nachzudenken, wenn man Müsli im Haus hat, weil Müsli dem Körper Hitze entzieht. Vermutlich aus persönlichen Gründen. Nachteil dabei: Man muss es essen. Sollte man den Body mit zuviel Müsli zu weit runtergekühlt haben, hilft ein Glühweinfußbad. Andere Stellen des Körpers sollten auf keinen Fall mit der Plörre in Verbindung gebracht werden, das Zeug ist hochgradig „Bäh“. Wer trotzdem dem Tod in seine glühweinunterlaufenen Augen blicken möchte: Nirgendwo wird die Mistbrühe (für mich ein realistischerer Begriff, schließlich glüht für den menschlichen Verzehr geeignete Flüssigkeit nicht) besser schmecken als auf dem Weihnachtsmarkt am Gerhart-Hauptmann-Platz. Warum? Weil die „Occu-pisser“, wie sie gerne von anderen genannt werden, deswegen ihre Zelte einpacken mussten….
Die Feierlichkeiten der Woche:

Back on the map!

Ouuuiiii!! Wie der Franzose sagt. Ich hab wieder Internet und Bier ist auch im Haus. Kann also weitergehen. Als Reparation für die wochenlange Pause hier noch ein Video, in dem sich so mancher Leser vermutlich wiederfinden kann. Die wunderbar unsympathische Welt der Pubertät und zweifelhafter Moralvorstellungen, passenderweise transportiert über das Internet.

23.11.2011

Die Anwendung der Psychologie des Körpers für die Ausübung von Kampfkünsten erleichtert dem Athleten psychophysisches Wachstum anhand solider körperlicher und mentaler Grundlagen, welche Informationen über die Realität des Individuums beinhalten.“ (Dr. R.M. Distefano) „Frankly, my dear, I don’t give a damn.“ (R. Butler)
Neben dem zwangsläufig wiederentdeckten Dosenbier ist Sport mein liebstes Alkoholgetränk. Dementsprechend begeistert war ich, dass sich neben der FIBO („internationale Leitmesse für Fitness, Wellness und Gesundheit“) eine weitere gut besuchte Veranstaltung als Präsentationsfläche für neue Sportarten zu erfinden versucht: Der Castortransport. Von der Bundesregierung bereits vor Jahren gnädigerweise so terminiert, dass alle Autonomen ihre Northface Jacken, Hosen und sonstigen Funktionsklamotten mal richtig ausprobieren könnten gab es die letzten Jahre einen leichten Besucherschwund. Augenzeugen vermuten, es lag daran, dass sich niemand die teuren Turnschuhe dreckig machen wollte. Um diesem Trend entgegen zu wirken, startete Team A eine Kampagne und rief die Trendsportart „Castor schottern“ ins Leben. Eine Mischung aus „im Sand buddeln“ und „Steine umlagern“ – ein wirklich gelungener Ganzkörper-Workout, vor allem durch die damit verbundenen Kurzsprints auf der Flucht vor geliehenen Schergen z.B. aus Frankreich.
Weil ausser den agent provocateurs aber niemand von der Polizei bei allen Facetten des Schotterns mitmachen konnte, war der Unmut groß. Bezahlung und Überstundenbonus reichten als Motivationsgrund nicht mehr aus, die Sicherheitsorgane brauchten ihre eigene Sportart, die zum Glück gefunden wurde: Shitboxen! Bislang sind nur Name und Trainingsgerät bekannt, es scheint bei der Polizei als Mannschaftssport eingeführt zu werden, Einzelwertungen sind jedoch sicher möglich. Schön, wenn der Staat an alles denkt und wirklich niemand seiner Untergebenen öffentlich bloßstellt.
Übrigens: Der bibergeile Castortransport findet noch ein bisschen statt – wer von euch nix zu tun hat, kann da ja mal vorbeigucken. Ausgleichssport läßt einen auch auf der Hafenklangtanzfläche viel knackiger rüberkommen.
Die Termine hierzu:

16.11.2011

Man kann gar nicht so viel fressen, wie man kotzen möchte“ (Tucholsky über Nazis)

Um nicht erneut den Begriff des Brotzens (vergl. alte Newsletter) bemühen zu müssen, obwohl er angesichts der immer und noch immer widerlicher werdenden Affäre um die Nazimörder besser passt als alles andere, hier etwas harmloses, über das ich mich aufregen kann, ohne dass mir gleich die Pizza komplett hochkommt.

Als ich gestern durch die Gemarkung schritt, fiel mir folgende Werbung ins stahlblaue Auge „Glück ist ein Kilo Schnee im Nacken“.
Glück. Was gibt es nicht alles für Quatsch, der angeblich Glück bringen soll: an einer Hasenpfote reiben, mehrblättrige Kleeblätter, in Scheisse treten… Das alles für etwas, das sich nicht einmal genau erklären lassen kann.
Glück ist für viele Leute etwas anderes, die Definition mit dem Schnee ist aber auf dermassen verschiedene Arten falsch, dass es kaum zu greifen ist. Wie das Glück als solches. Ich packe die Gelegenheit jedoch an der Stirnlocke und behaupte, dass Drogenscreenings weniger per Zufallsprinzip im Strassenverkehr als vor der Eingangstür bestimmter Werbeagenturen durchgeführt werden sollten. Denn anderes als illegale Substanzen und die damit einhergehende Realitätsverschiebung (wer konsumiert über den Nacken?) kann nicht gemeint sein. Der Spass an einer Schneeballschlacht oder am „Einseifen“ besteht schließlich eher in der Schadenfreude, wenn dem Opfer ein wenig kalter Tod durch eine Kleidungslücke rutscht und es sich wild hüpfend von den paar Scheeflocken unter der Kleidung zu befreien versucht. Ein durchschnittlicher Schneeball wird keine 200 g wiegen (grob geschätzt, was weiß denn ich?). Bei einem Treffer im Nacken bleibt maximal ein Viertel backen, noch weniger wird in den Nacken rutschen. Zum Vergleich einfach mal ein Kilo Mehl in die Hand nehmen und jemanden gegen den Kopf pfeffern. Das jetzt noch in kalt und ihr wisst, was Glück ist. Nämlich keine Klage wegen gefährlicher Körperverletzung zu kassieren.

Wie auch immer, hier die Termine

09.11.2011

Don‘t believe everything you think.“ (Leute, die schlauer sind als
andere)

Pfeifendeckel! Mein neues Lieblingsschimpfwort stammt wie so vieles
nicht aus dem Katalog oder möglicher Selbsterkenntnis sondern aus
einem Comic-Heft, dem Quell mancherlei irdischen Lebens. Das Dasein
kann übrigens mannigfaltig sein, was sich nicht nur in den Runzeln der
verlebten Fressen eurer FreundInnen zeigt, sondern auch in einem
zerknitterten Bettlaken. Der Schoß ist fruchtbar!

…Selbstverständlich liegt mir nichts ferner, als auf das Thema
einzugehen, dass ich letzte Woche versprach zu behandeln. Schließlich
bin ich vollends damit beschäftigt, mich als Nachfolger Gottschalks
für die beste Sonnabendbeschäftigung aller Zeiten zu bewerben: Alle 3
Monate zwei Stunden rumsabbeln und dafür einen Haufen GEZ Gebühren
abzugreifen. Sollte das klappen, hätte ich auch schon meinen ersten
Stargast: George Mccoy, den ich vergangenen Sonntag live erleben
durfte. Toller Typ, trotz seines Erfolgs immer noch sehr bodenständig.
Ein Besuch auf der Homepage lohnt sich fast ebenso wie
ein Besuch im Hafenklang, obwohl er da voraussichtlich nicht so
schnell auftritt (Mein Plan fürs nächste Jahr!). Die Termine dieser
Woche:

Lebendkontrolle

Der Spiegel beschlägt noch…
Mangels Internetzugang liegt der Zwerg aber kurzzeitig in der Kühltruhe. Geht weiter, sobald die Telekom mich lässt.

01.11.2011

Das Publikum klatschte ordentlich Beifang.“ (Aus der Theaterkritik einer Laienspielgruppe krabbenpulender Geringverdiener)

Werte Lesende! Die Uhr ist wieder richtig!! Wir haben unsere Stunde zurück, deren Fehlen den ganzen Sommer über für dieses unruhige Jucken sorgte, welches manche von euch als Pilzinfektion missinterpretierten. Wobei hier Mehrfachnennungen möglich sind, die Mengenlehre beweist: die eine Sache schließt eine andere nicht zwangsläufig aus. Und was haben wir uns gefreut! Es ist morgens eher hell!! Zu einer Zeit, wo eh jeder nur mit aufwachen beschäftigt ist.. geschenkt, sich darüber aufzuregen heißt, offene Tüten umzutreten.
Zeit für die Nabelschau, den pelzigen Teil des Neuigkeitenbriefes, der sich mit sich selbst beschäftigt, wie David Carradine es nicht besser konnte. Ebenso eng wie bei „Bill“ anliegend (jedoch ohne die sogenannten positiven Nebeneffekte) wirkt nämlich das enge Zeitkorsett der wöchentlichen Wiederkehr auf mich – trotz der wieder erhaltenen Stunde. Die ging ohnehin für Rekonvaleszenz drauf, denn „Uhr zurück!“ heißt Sonnabend Nacht meist zwangsläufig „Ach? So früh noch!? Dann nehmen wir noch nen kleinen, nech?“ und hat dementsprechende Folgen. Von daher rufe ich allen Hetzern das alte Smegma-Zitat zu: „keine radikale Hetze! Nur laute Oi! Musik“. Was es damit auf sich hat, erörtern wir nächste Woche. Ich habe ausnahmsweise einen Plan!

Tagespolitischer Nachtrag:
Wer sich auch tagsüber an die Luft traut, kann Sonnabend bei der nächsten „Wohndemo“ mitmachen. 15.00 am Millerntor. Is viel so mit Bauwagen und so, verstehste? Und gegen den den Schreiber. Also, den von der Stadt, nicht den vom Newsletter…