12.10.2011

Auch wir sind für Härte / auch wir tragen Bärte / auch wir gehn oft viel zu weit / doch manchmal im Guten / in stillen Minuten / da tut uns verschiedenes leid“ (Freddy Quinn „Wir“)
Es wird kälter, die Tage werden kürzer, angeblich steige das Kuschelbedürfnis. Ich habe zwar ebenfalls den verstärkten Drang, mich in die Horizontale zu begeben, aber das ist partnerunabhängig. Vielmehr Ausdruck einer dysfunktionalen Heizung sowie einer leichten Herbst-/Winterdepression. Die dann irgendwann in Frühjahrsmüdigkeit und später in sommerliche Mattheit umschlägt. Es gibt immer einen Grund, im Bett zu bleiben. Aufhänger des Textes ist jedoch ein anderer: Irgendwelche gelangweilten Spinner haben einen neuen Begriff ausgerotzt und nun rollt eine einführende Berichtswelle über uns hinweg. „Wintimacy“ sei ein Bastard aus „winter“ und „intimacy“ und beschreibe die Sehnsucht, im Warmen jemanden zu befummeln während es draussen kalt ist. Angeblich litten immer mehr Singles darunter. Ich leide auch. Allerdings nicht an dem beschriebenen Zustand, sondern an dem Wort. Was muss man für Leute kennen, damit man mit solchem Dreck an die Öffentlichkeit darf? Ich möchte die Chance nutzen, selbst einen neuen Begriff einzubringen: „Brotzen“ Es beschreibt die Unsicherheit, die man fühlt, wenn man auf besonders dummerhaftige Ideen anderer Leute trifft und nicht weiß, ob man vor Wut Brüllen oder Kotzen soll und dann mit Schreien anfängt, bis der Mageninhalt tatsächlich hochkommt. Passt auch prima zu Betroffenheitsbefindlchkeiten angesichts eines toten Konzernchefs. Zum Glück lebt Jack Wolfskin noch…
Gegen Jammergefühle hilft übrigens auch Bewegung! Die Amüsement-Termine der Woche

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1 Antwort auf „12.10.2011“


  1. 1 gegenglueck Trackback am 12. Oktober 2011 um 23:06 Uhr
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