Archiv für November 2010

Endlich vernünftige Themen

Ganz wichtiger Aspekt gesellschaftlichen Zusammenlebens ist die Fuchtelei. Viele meiner Bekannten wunderten sich schon, wieso das Thema immer noch nicht auftauchte, zumal der GARTENZWERG dem Pumpen und Fuchteln eine ganze Ausgabe und viele weitere Artikel widmete…
Den Anfang macht ein flotter Zusammenschnitt mit mehr Knien als eine Rinderherde. Die ersten 20 Sekunden kann man übrigens noch mal Chips holen gehen.

Nicht ganz mein Stil, aber im Gesamteindruck nett anzugucken. Und eigentlich ziemlich wenig Knie. Aber wenn einem der Spruch schon mal einfällt, muss er auch raus.

22.11.10

I will kill you in the face until you´re dead!“ (dieser eine Engländer)

Ein Hinweis in eigener Sache:
Man kann nicht alles haben, aber schon ziemlich viel. Ich bin gerade Besitzer einer Schreibblockade geworden und kann sagen, andere Sachen hätte ich lieber. Zum Beispiel das Paket, das seit Tagen im Orkus verschwunden scheint. Ich nenne es inzwischen zärtlich Godot. Natürlich nur in seiner Abwesenheit, was bleibt mir auch übrig. No pasaran… keine Pointe in Sicht, die Worte tröpfeln teergleich hinaus und dieses Elend zu lesen ist beinahe schlimmer, als es zu schreiben. Um zu zeigen, dass noch immer Luft nach unten ist, ein Zitat, das ich bei Indymedia fand…
In den Hafen der Hoffnung hat es an diesem Tag keiner geschafft. (…) Diese junge Generation nimmt ein Problem ernst, dass von den Mächtigen hinter verschlossenen Türen belächelt wird. Der Mann mit der Zigarre und dem Zylinder lacht schallend. Ein Gletscher weint stumm. Eine Generation schreit laut.“

Um bessere Laune zu bekommen, hilft ein Besuch im Hafenklang meist enorm. Diese Woche mit so vielen wunderschönen Terminen, dass ich um Zeit zu sparen überlege, meine Wohnung aufzugeben und samt Zylinder an der Elbe zu campieren. Sehen sie selbst:

Affenkram

Manche Dinge scheinen hier aus dem Ruder zu laufen. Daher ein letzter Beitrag und dann schnell an was Schönes denken…

Hypotonie sinnvoll bekämpfen


Nicht unbedingt meine Lieblingsband, aber wenigstens glaubhafte Jungs. Oder so. Egal, zumindest funktionieren die „Einsatz“Szenen immer wieder, wenn man mal nicht von alleine auf die Palme kommt. Ausnahme ist natürlich die Szene bei 2:20, die augenscheinlich gerechtfertigt ist und auf besonnenes Handeln hinweist – als Teil der Demonstration hätte ich mich in dem Fall vermutlich bedankt.

15.11.2010

„If you gave this book to a monkey, it would stop masturbating.“ (Rezensionsurteil)

Der Karlsruher Streichelzoo ist abgebrannt. Wir trauern um die toten Tiere und denken nicht über die Absurdität der Situation nach. Die Brandursache war vermutlich Reibungswärme durch exzessives Fellrubbeln. Ein anderes Wort dafür ist frottieren, als Aussage im Präteritum Konjunktiv II zum Beispiel „Du frottiertest.“ Der sexuelle Lustgewinn, den einige Leute spüren, wenn sie sich (bekleidet) an anderen (bekleideten) Leuten in einer gefüllten Ubahn reiben, heißt auch so. Frottee ist neben „Nicki“ und dem Spacken-all-time-favourite Satin (gesprochen Sahtteng) der Stoff, aus dem die Träume sind… die nach dem Verzehr abgelaufener Lebensmittel vorbeigucken. Mit anderen Worten: nächstes, spätestens übernächstes Jahr werden irgendwelche Möchtegern-Trendsetter in hippen Klamotten aus eben diesen Materialien durch die Schanze hoppeln. Nicht unbedingt ein Alp-, aber zumindest ein Rhöntraum. Also immer noch recht mächtig und pretty shitty. Um einen groben Eindruck von dem Elend zu bekommen, können sich geneigte Lesende geschlechtsneutral eine Toga aus Bettwäsche nähen. Als Kind hatte zumindest meine Schlumpfbettwäsche eine Frottee-Seite (heute tut es wohl ein Handtuch) und bei Kik gibt es neben den Hakenkreuzständern sicher auch Sattteng-Bezüge, die für mich eine krassere Hallo-Wach-Wirkung hätten als eine Amphetamininjektion. Andererseits gibt es auch wenig Gründe zu schlafen, denn die meiste Zeit hängt man eh im Hafenklang rum. Die Gründe in dieser Woche:

Fischmarkt (nachgeladen, zweites Magazin)

Um das Gegröhle weiter auf die Spitze zu treiben, hier noch zwei weitere Clips zum Thema. Nicht unbedingt was für die Arbeit…

Fischmarkt (nachgeladen)

Da ich im letzten Beitrag den Fischmarkt erwähnte, hier ein veranschaulichendes Beispiel.

Dazu fallen mir zwei Sachen ein: erstens es beweist mir, dass man da auf keinen Fall nüchtern auftauchen sollte – man wäre anscheinend der einzige. Zweitens sind meine Nachbarn oft auch nicht leise, aber es geht wohl noch schlimmer. Und über eine Party bei den Jungs zuhause möchte ich gar nicht nachdenken….

Delay

Hier passiert wie immer nichts. Als zur Situation passender Clip bietet sich dieser hier so feil wie eine Gemüsekiste morgens um 10 auf dem Fischmarkt.

……..

geheime Wünsche

Ganz oben auf der Lebenspyramide ist Selbstverwirklichung. Wenn für alles gesorgt ist, kann der Geist fluffig um die eigene Befindlichkeit zirkulieren und man hat Zeit festzustellen, was einem so durch den Kopf geht. Manchmal will das dann raus. Zu anderen Zeiten holt man sich ein bisschen Inspiration aus anderen Ecken der runden Welt – wo auch immer eine Ecke auf einem Ball zu finden ist… Ich nutze dafür gerne Filme, in denen andere Menschen ihre Erlebnisse dokumentieren und so für mich nachvollziehbar machen. Leider sind ausländische Filme oft mies synchronisiert und auch Untertiteln ist nicht immer zu trauen. Jedenfalls glaube ich, hier nicht alles verstanden zu haben. Trotzdem lehrreich. Darauf einen Dornkaat!

08.11.2010

Ich halte Vollbeschäftigung für möglich.“ (Merkel 2010)

Wenn man jemanden nicht mag, sollte man ihm (oder ihr) am besten kühl, trocken und lichtgeschützt klarmachen, wie der Hase läuft. Nämlich mit Haken. Das ist natürlich kein Aufruf zur Gewalt, sondern rein rhetorisch zu betrachten, also Fäuste wieder unter die Achseln. Mit diesem knallgas-artigen Böllerstart sind wir sofort in medias res. Und in der wundersamen Welt der Fauna. Anlässlich des Atommüll-Transports geht es heute nicht um Pizza, sondern um Bibergeil, auch Castoreum genannt. Ebenfalls eine Art Abfallprodukt, stammt es aus der Analdrüse des Bibers und wird in zwei „20-100g schweren, ca. Hühnerei-großen“ Drüsensäcken, den Castorbeuteln, direkt am Arsch des Bibers transportiert. Mit anderen Worten: Überall in Europa finden täglich Hunderte Castortransporte per Biber statt. Im Gegensatz zu alten Brennstäben sind die ollen Geilsäcke des Bibers äußerst beliebt und ein gern gesehenes Mitbringsel bei Homöo-, Psycho- und sonstigen -pathen. Ich hingegen hätte lieber einen Bieberschwanz-Teppichklopfer. Dafür würde ich mir sogar einen Teppich zulegen. Bibergeil wird heute nicht mehr durch das komplette Abfiedeln der Castorbeutel gewonnen, sondern indem man kleine Dosen im Boden verbuddelt. Dort streift der Biber geil ab und man kann die kleinen Castor-Dosen ernten. Wenn man genügend Castoren zusammen hat, darf man die in einem Polluxbehälter endlagern. Dort sind sie sicher vor Salz geschützt und halten sich bestimmt eine Million Jahre. In der Gewissheit, endlich wieder beim Haltbarkeitsdatum angekommen zu sein: Termine