Archiv für Oktober 2010

Geschmackssicher

Nachdem ich auf meinen letzten Newslettertext einen lang vergessenen Kommentarlink erhielt, der meiner Meinung nach zwar „keine inhaltliche Ergänzung“ bietet, aber vermutlich das Lebensgefühl einiger Personen im Bekanntenkreis gut zusammenfasst, kontere ich mit einem ähnlichen Kracher auf passendem Niveau. Für beide Klicks können zarte Gemüter das Essen vorm Rechner kurz einstellen…

25.10.10

„Ouuuoh, oh oh oh oh!“ (Misfits)
Das Motto des heutigen Neuigkeitenbriefes „…ist ein Stück über die scheiß Faschisten in diesem Land. Es heißt „I hate Hitler“.“ (Buttocks) Politisch brisant, daher keine Namen, keinerlei Zusammenhang.
Wenn am heutigen verkaufsoffenen Montag wieder Horden von Astra-Zombies Gratiskaffee-trunken durch durch die Waschbetonbotanik des Großstadtdschungels schlurfen und versuchen, rechtzeitig scharfe Soße zu kaufen, weil es daheim 50% auf alles ausser Tierhaaren gibt – dann, aber erst (!) dann kann man sagen: „Kein Schweiß aufs Holz!“ Es wird empfindlich kalt, die ersten Eisblumen knospen bereits am Monitor und man beginnt ins Bett zu strullen, nur, damit es da mal kurzzeitig warm ist. Natürlich nur auf der Arbeit. Jeder dieser Sätze könnte für sich stehen, in Stein gemeißelt oder als Laubsägearbeit. Der größte Muskel im Körper ist passenderweise der Gluteus maximus – sie baden gerade ihre Hände drin. Schmutzige, kleine Backsfinger. Die durchschnittliche Computertastatur hat daher nach 3 Monaten Benutzung mehr Darmbakterien auf dem Interface (Oberseite) als ein Toilettensitz (beide Seiten). Was sagt uns das für unseren Umgang mit TouchscreenhandybesitzerINNEn, die sich ihre Bazillenfarm ständig an die Gesichtsbacke halten? Vielleicht, dass man sich zur Begrüßung statt eines Küsschens lieber einen beherzen Griff an die Büchs gibt. Ist hygenischer und im Winter immer für eine Überraschung gut.
Da die Sätze auf einmal anfangen, miteinander in Verbindung zu treten, ist jetzt Schluß. Wir kommen zu den Terminen nach einem kurzen Werbelinkstakkato:

Komparative Beobachtung

Einige Leute gucken beizeiten auf diesem Blog vorbei, weil sie gerne während der Arbeit so tun, als seien sie am Rechner beschäftigt. Ausserdem sind die Texte nicht so lang und werden dermassen selten ergänzt, dass man sich tagelang up-to-date fühlen kann. Auch wenn das wahrscheinlich inzwischen anders genannt wird. Ganz anders als en vogue waren die Empfindungen, die mir beim Entdecken dieses Blogs über das sonnige Gemüt huschten. Wieder eines der Videos, wo ich es nicht bis zum Schluß schaffe. Gut finde ich die Billardkugel an der Hand und das Gesicht beim Öffnen der Packung – ein Vorgang, der mehrere Minuten in Anspruch genommen zu haben scheint. Ebenfalls zu begrüßen ist, dass die Dame Haltbarkeitsdaten erwähnt, wobei sie eigentlich Verwendungsdauer meint, aber egal. Wichtige Themen, genau wie Senf (wird vermutlich nicht erwähnt). Alles weitere regelt ein Bundesgesetz.

Ich überlege, ebenfalls in die Videoblogger-scene einzusteigen. Mögliche Themen: Wechselnde Farbgebung bei Essensresten in der Wohnung, verschiedene Möglichkeiten der Senfsynthese, verpasste Veranstaltungen, Bild-für-Bild Rezensionen meiner Comicsammlung, Rückenhaarfrisuren.

Sozialporno

Aus der Reihe „uns geht´s doch eigentlich ganz gut“ ein Lehrstück über Freundschaft und fehlende Fürsorge. Für Leute mit gefestigtem Gewissen…

18.10.2010

Bald ist Jubiläum. Vor knapp einem Jahr habe ich das Schreiben der Einleitung übergeben bekommen und seitdem weder Kosten noch Mühen gescheut, den wöchentlichen Text möglichst lange hinauszuzögern. Und Urlaub hatte ich auch keinen. Aber Wochenenden. Und weil dem mit allen Begleiterscheinungen so ist, das Intro noch zu kurz wirkt und überhaupt, hier ein kleiner Bausatz zum eigenverantwortlichem Selbstausbau bis zum folgenden, völlig aus dem Zusammenhang gerissenen Thema:
Ihr bekommt:
4a, 8e, 3i, 9o, 2u, 23n, 12r, 7t sowie l,p,s,f,k zur freien Verfügung. Sollte für einige Zeilen reichen.
Im sogenannten Altertum spannten sich griechische Damen angeblich einen Katerhoden als Verhütungsmittel vor den Bauch. Ich denke, das funktioniert auch heute noch, zumindest beim betreffenden Kater. Allerdings ist das hier weder ein Brief aus der Vergangenheit noch die Beratungsstelle für ökologisch abbaubare Geburtenkontrolle, sondern der Neuigkeitenbrief – Zeit also, wieder einmal das Thema umzulenken. Zum Beispiel auf die unglaubliche Dichte an Großartigkeiten, die auch diese Woche in unser aller Lieblingsladen den Blick auf den Alltag verbaut und das Wochenende von Montag bis Sonntag dauern läßt.

Altersweisheit


Schön, wenn man im Alter noch den Überblick behält.

Stimmung!

Ein Video, das ich mir immer wieder angucken kann, wenn auch die ersten 45 Sekunden etwas zäh sind

Und da sagen Leute, Steine schmeissen führe zu nichts.

Rauchzeichen

Wer sich kein etymologisches Wörterbuch leisten kann, aber trotzdem gerne „die Eigentlichkeit der Dinge“ in ihrem Wortstamm finden möchte, ist hier wie immer richtig. Der Link zum Erklärbär mit der Rasierklinge unter der Zunge ist weder neu, noch schön. Er eignet sich aber gut zum Angstmachen. Langt doch.

Dazu passend

11.10.2010

„JAJAJANEEJANEE“ (kleiner Binärscherz am 11.10.10)

Deutschland, kreist mir das Neurocranium! Nach low-intensity-Experimenten mit Mettbrötchen (natürlich aus Bodenhaltung) in Verbindung mit Schlafentzug kann ich mit Fug und Recht behaupten, meine Aufzeichnungen dazu verloren zu haben und die ganze Versuchsreihe als ebenso gescheitert wie kostenintensiv abzuhaken. Das ist auf den ersten Blick zwar äußerst Ahlhaus, aber letztlich doch egal. Lebbe gehn weider.
Wo ich gerade bei unkaputtbaren Darmbakterien bin:
Oleg Popov kommt wieder nach Hamburg. Von Beruf ältester und weltberühmtester Clown des Universums ist sogar sein Name die Inkarnation des Götz-Zitats. („Klei di an´n Mors“ würde der Hamburger sagen). Der Mann ist der personifizierte Mittelfinger im Anlitz der Welt. Ich geh übrigens nicht hin. Von Clowns und Arschlecken zu völlig anderen Terminen… die Woche im Hafenklang:

Slayer

Meine liebste Band auf der Welt mit katholischem Sänger hat ihren Tourbus bei mir im Viertel stehen. Zeit für ein Linkgewitter:
Der treueste Fan spricht offen über alles:

Hier der Remix (eines meiner liebsten Videos überhaupt).

…und passend dazu, eine fachmännische Einschätzung zum Thema:

Auch interessant:

Und natürlich die reine Lehre: