Archiv für September 2010

Sport

Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde als mir lieb ist. Manche werfen mir Engstirnigkeit vor, was mit meiner Frisur aber gar nicht sein kann – meine Stirn reicht bis in den Nacken… das ist aber Haarpalterei (kicher). Nun, zumindest kann ich sagen, oft das Gefühl zu haben, einen kompletten Kaktus und nicht nur einen polpeligen Dorn im Auge zu haben. Womit wir wieder beim Spalten wären: Kakteen haben Dornen, Rosen haben Stacheln. Wer´s nicht glaubt, blickt in ein Botanikbuch oder – für den modernen Menschen ohne Buch – guckt im Internet. Was ich eigentlich wollte? Eine Einleitung, damit das Video nicht so alleine steht. Und nen Hinweis darauf, dass mir zwar vieles auf den Keks geht, es mir aber an Empathie nicht mangelt. Wenn ich mir zum Beispiel vorstelle, was beim Training für die erste Minute (bzw. alleine beim Besteigen der Stange) alles schiefgehen kann und auch sicher sein wird…

Gerüchten zufolge war die Stange früher noch eingefettet und nach 2 Minuten wurde unten ein Feuer entzündet, beides halte ich aber für Maßnahmen, die nur in Einzelfällen oder bei Schulden zum Tragen kamen. Ich denke, der Scrotumgebremste Salto reichte völlig aus.
Mehr weiß ich nicht, ich muß schlafen.

Was für ein Abschluß!!

27.09.2010

Ich habe keinen Besuch, das sind alles meine Schuhe.“ (I. Marcos)

DIe Tage werden immer kürzer, jedenfalls hab ich das Gefühl, nur noch Newsletter schreiben zu müssen. Obwohl, ich muss ja gar nicht. Was jedoch nötig wird, ist die Stärkung sogenannter Abwehrkräfte gegen das widerliche Wetter. Und was da nicht alles helfen kann: Birkensaft, Krabbensaft, Guavendicksaft, Brottrunk, Kombucha Pilzabguss (das Nässende von unterm Hut) – alles, was eigentlich weggeschmissen gehört oder einen Namen hat, der beim Buchstabenwürfeln entstanden ist (Echinacea, Aloe Vera am Mittag, was weiß ich) hilft natürlich enorm.
Wie dieses „Hausrezept“ gegen Heiserkeit: „Sehr hilfreich gegen Heiserkeit: Zwiebel in Ringe schälen, schichtweise in ein Einmachglas (Zwiebelringe, Zucker, Zwiebelringe Zucker uws) legen und einen tag warten, bis der Zucker das Wasser aus den Zwiebeln herausgeholt hat. Diese Flüssigkeit abfüllen in ein dunkles Fläschchen und im Kühlschrank aufbewahren. Jeden Abend einen Esslöffel vor dem Zubettgehen nehmen. Schmeckt mies“ (Fehler im Original)Abgesehen davon, dass der Zucker sicherlich nicht Wasser zieht… Welcher Sadist kommt auf so was? „Nimm dieses Ekelzeug eine Woche jeden Abend und deine Heiserkeit ist weg. Wenn du es nicht schluckst, auch.“ Mein Tipp bei Heiserkeit: Fresse halten.

Es ist kalt in Deutschland, daran ändern auch abgefackelte Autos oder blutdrucksteigernde Einheitsfeiern in Bremen nichts. Wem aber mal wieder ein bisschen warm ums Herz sein möchte, der wackelt am Sonntag Nachmittag nicht zu Tantchens altem Obstkuchen, sondern zu den Spermbirds und hoppelt zu „klassischer“ Musik. Garantiert merkelfrei.

Weitere Termine und den Verweis auf meinen verwahrlosten Blog finden Sie hier:

Moralmorgenstern

Den hatte ich noch vergessen. Oh, wie gemein und falsch.

Kino

Nachdem ich mich nicht mehr recht ins Kino traue (vergl. hier), guck ich wieder kleine Internetfilmchen. Wie immer sind die einigen schon bekannt, aber für andere ist das hier die Schnittstelle zur Aussenwelt.

Weil sich der erste Clip weigert, eingebettet zu werden, verballer ich nur den Link. Passt aber auch zur Grundstimmung des Protagonisten.

Und dann gibt´s noch das. Da ist die Stimmung deutlich besser.

20.09.2010

Mein Gott! Wir stehen unter schwerem Besuff!“ (J-J. Gelee)

Wenn man unregelmäßig schreibt, kommen einem ebensolche Inspirationen. So passiert es, dass man irgendwann einen kleinen gelben Zettel findet, auf dem zum Beispiel „Fruchtsaft vs. Bratensaft“ steht. Die Freundin fragt fassungslos „Das kann ja wohl weg, oder?“, der Schreiberling entgegnet entrüstet „Natürlich nicht! Das ist bares Geld!!“. (Solche Situationen spielen sich jedoch immer seltener ab, ich glaube, das nennt man weibliche Resignation…) Weil der Newsletter aber immer tagesaktuell ist und zurzeit noch eine Art Testosteronkater vom gestrigen Sonntag regiert, wird auf das Duell Rindfleisch/Fruchtfleisch auf einen späteren Zeitpunkt vertagt. Der Fehdehandschuh (Rindsleder/Orangenhaut) wurde aber schon im jeweils anderen Anlitz placiert (bei altertümlichen Bräuchen schien mir die klassische Schreibweise angebrachter). Themaschwenk Richtung Konsum:
Wenn die Wohnung beim Aufwachen nach Rumkugeln riecht, überall Licht brennt und man nicht sicher ist, warum man zwar keine Hose, aber einen Schuh anhat – dann sollte man vielleicht eine Rundmail schreiben und sich prophylaktisch entschuldigen. Wie ich darauf komme? Heute abend ist Punkerstammtisch und ich übernehme die Beschallung. Wer mal in der MaxBar war, weiß Bescheid und sucht bereits die Textbausteine fürs Rundschreiben.
Die anderen Termine sehen folgendermaßen aus:

Studentenscheuchen

punkerflyer

Ich leg beim Punkerstammtisch auf. Ohne Kaspermucke. Vielleicht kommt ja jemand, den ich da auch sehen will und nicht nur die ganzen PingPong Spacken.

Vom keuschen Sittenstrolch

Seit ich wenig Lust habe, Texte zu verfassen und mir der Sport auch eher Schmerzen als Spaß bereitet müssen andere Ablenkungen her. Also ging ich ins Kino. Die Spätvorstellung im UTZI um die Ecke versprach ein einsames Vergnügen. Ein knapp 2,5 Stunden langer Film, der um 23.00 beginnt, sollte in der Woche nicht allzu gut besucht sein. War auch so. Waldemar mutter- und vaterseelen allein vor der großen Leinwand! Sauber! Als verantwortungsbewußter Bürger fahre ich Rad und da es in Strömen regnete, erschien ich in vollem Ornat meiner Regenkleidung (vergl. Jacke wie Hose). Da ich ja nun mehr als genug Platz hatte, nutzte ich sämtliche umliegenden Plätze als Trockenfläche und war glücklich. Zumindest bis dann während der Werbung doch noch zwei Typen im Kino erschienen und ein Paar Reihen hinter mir Platz nahmen. Immerhin nur zwei, aber mit etwa einem Kubikmeter Popcorn. (Wahrscheinlich traf sie wenig Schuld, denn auch ich mußte umlernen. Meine „mittlere“ Cola wäre ein lustiger Liter gewesen – zum Glück wurde der Fehler rechtzeitig bemerkt und ich stapfte mit einer Halbliter „Junior“Größe von dannen. Einmal nicht aufgepaßt und man steht mitten im Kalorientsunami.) Es kam, wie es immer kommt und warum ich selten ins Kino gehe: andere Leute als ich geben Kommentare zum Film ab, Knuspern, Knirschen, Schlürfen und sind überhaupt da. Sehr nervig. Zusätzlich war der Film etwas zäh… Als er sich dem Ende näherte, begann ich schon mal, meine Regensachen wieder anzuziehen. Den größten Teil meiner Regenhose hatte ich im Sitzen schon angezogen, der Rest erfolgte im Aufstehen. Im Halbdunkel des Kinos sah man den Unterschied zu einer normalen Hose offensichtlich nicht. Die Fassungslosigkeit im Gesicht der beiden Knuspervögel reichte zumindest aus, um mich zu versöhnen. Auf die Idee, einen „blockbuster“ statt mit Süßigkeiten lieber mit heruntergelassener Hose zu gucken wären sie (wie ich) wohl nicht gekommen. Ich hab ihnen noch gewunken und bin gegangen. Draußen habe ich kurz gewartet. Sie scheinen noch eine Weile im Kino verbracht zu haben. Wahrscheinlich war der Abspann sehr interessant.

13.09.2010

„Ich habe den Wahnsinn gesehen, er trug Tennissocken.“ (maschinell erstellte Weisheit)

Dunkelgraubrauner, humoser, schluffiger Lehm, krümeliges bis feinsubpolyedrisches Gefüge, stark durchwurzelt“ Diese Woche wird wieder mit Zitaten geschmissen wie sonst nur mit Aalen auf Fischmarkttouristen. Jedenfalls ging mir die obige Bodenbeschreibung durchs Köpfchen als ich mir nach langer Zeit die Hände ausnahmsweise in der Küche wusch. Mir ist die Seife schlecht geworden! Statt chemisch riechendem hellen Glibber hatte ich etwas in der Hand, was man – wenn nicht mit „dunkelgraubrauner, humoser, schluffiger Lehm, krümeliges bis feinsubpolyedrisches Gefüge, stark durchwurzelt“ nur noch mit „Bähgittigitt“ beschreiben möchte. Der Themateufel Mindesthaltbarkeitsdatum hat also wieder auf schweren Gleisketten rollend Einzug gehalten. Wohlan! Morituri te salutant. Mit diesem Dumpfspruch aus dem Sack „Latein für Trottel“ ergreife ich lieber die Flucht nach vorn und bringe einen weiteren Begriff in die Arena. Verwendungsdauer! Das ist die Zahl, die auf einem Eishockeypuck steht, dem eine Scheibe abgeschnitten wurde. Zu finden auf allerlei Cremetuben und Kosmetikkram. 12 M steht zum Beispiel für die Information, dass die Seife ein Jahr nach Aufriss ihre besten Tage hinter sich hat. Der englische Begriff ist Period after opening. Jetzt noch ein „Au revoir“ hinterher und die multilinguale Woche im Hafenklang kann starten.

06.09.2010

Happiness is like peeing in your pants. Everyone can see it, but only you can feel the warmth.“ (Hippieweisheit)

Wenn man seinen Job loswerden möchte, sollte man einfach mal man selbst sein. Bei den meisten Leuten sollte das reichen… Diese Woche scheint eine voller guter Ratschläge zu sein. Von allen Seiten prasselt es auf einen herab wie Natriumglutamat auf ein altes Schnitzel in einem nicht näher zu benennenden Lokal, wo ich neulich aß und und halluzinogene Erfahrungen durch altes Fleisch machte.
Darauf einen Aspirinha, ein Getränk, das demnächst einen ähnlich kometenhaften Aufstieg erleben wird wie dieser Newsletter. Den Aspirinha gibt es in zwei Versionen ( Schnaps, crushed ice und am Glasrand zerstampfte Schmerzmittel.
Alternativ: Schnaps, Limone und gekühlte Schmerzmittel) und bald auch in einer Lokalität in Ihrer Nähe! Bis dahin geh ich jetzt erstmal wieder ins Hafenklang und kurbele an der Wirtschaft.
Mitgekurbelt werden kann bei diesen Terminen:

Gedüdel

Es gibt da dieses eine Lied, das auszog, anderen auf den Keks zu gehen. Natürlich ist es inzwischen ein Selbstgänger und natürlich haben es sich genau die Leute rausgesucht, mit denen keiner was zu tun haben will. Auf irgendwelchen Stumpffestivals wird die Ballermannerisierung am Campingplatz komplett durchgezogen und langsam kann ich die Melodie nicht mehr hören.

Nein, stimmt ja gar nicht. Es ist nur einfach nicht mehr lustig, aber ich habe mich schon an anderer Stelle über Scherzbolde aufgeregt, die lauthals und ebenso ignorant am Kern der Sache vorbei lachen und eine schlechte Imitation für originiell halten. Jedenfalls hab ich mich umso mehr gefreut, als ich dieses Video entdeckte. Da passt es doch wie Knie auf Auge.

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So. nun wollte ich eben das Video einbinden und stelle fest, das es von Youtube gelöscht wurde. Geil. Zu sehen war eine Wohnungsbesichtigung in Berlin, wo sich angebliche Interessenten auf Kommando nackig machten und zu „Frazy“ durch die Bude rockten. Das ganze ist als Zeichen gegen überteuerte Mieten, Maklerärsche und Aufwertungs/Vertreibungsprozesse zu betrachten. Ich finds gut.