Archiv für Juli 2010

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten…

Nachdem der andere Kleber ja recht viel Anklang fand, soll der hier natürlich nicht untergehen. Ich mag ihn sehr, der ist so knuddelig mit den kleinen Schweinchen.

Wahrscheinlich eine Art Bilderrätsel aus der Landwirtschaft.

26.7.10

Du kannst nichts bauen, außer Tüten und Scheisse.“ (Feststellung im Jobcenter)

Ich habe jetzt ein Einkaufsfahrrad. Mit Korb. Ich habe mir sofort eine Wassermelone und literweise Getränke gekauft. Einfach, weil Platz ist. Ich kaufe zyklyisch gerne viele Lebensmittel ein und vergesse sie dann im Kühlschrank. Neulich habe ich eine inzwischen kugelförmige Packung Tofu vorsichtig (sie blubberte schon) in den Müll gelegt und durch eine neue, noch eckige Packung ersetzt. Falls man mal Tofu essen will, wegen der Umwelt und so. Ich glaube ans Haltbarkeitsdatum! Es bezieht sich übrigens auf die ungeöffnete Packung. Eine 2009 aufgerissene Fischkonserve hält sich NICHT bis 2011, obwohl der Aufdruck das sagt….
Mit diesem lebenswichtigen Tipp verabschiede ich euch in eine Woche voller Veranstaltungen im Hafenklang. Die sind alle noch gut!

Gründe, Misanthrop zu werden: Autoaufkleber

Viele Charakterkrüppel haben das Bedürfnis, ständig mit ihrer Umwelt in Kontakt treten zu müssen. Das permanente Aufnötigen der als eigen angesehenen Meinung tritt im Alltag vor allem in drei großen Gruppen auf.
T-shirts mit „lustigem“ Spruch
Button/Aufnäher mit ähnlichem Inhalt
Autoaufkleber
Am schlimmsten ist es, wenn alles drei gleichzeitig auftritt. Z.B. beim Klischee-Autoproll mit „Sumsen ist buper“ Leibchen und einer Jeansweste mit lauter 80er Jahre Metal-Aufnähern. Alternativ auch Punks mit „Schieß doch Bulle“ Shirt und Troopers, VKJ o.ä. auf der Jacke. Den Terror oder I Herz Violence Aufkleber kann man bei beiden an der Karre finden. Womit ich es in Rekordzeit geschafft habe, zum Thema zu finden. Zum ersten Mal seit langem habe ich mich gewundert, als ich den Spruch Ich will Titten am Lack eines Golfs gesehen habe. Der Spruch ist eigentlich gar nicht so schlecht, entlarvt er doch die TUI-Reklame (Ich will Kühe), die Macher des Aufklebers und natürlich den Fahrer des jeweiligen Autos als komplette Trottel.
Ähnlich beschruppt ist die Abwandlung des Ich bremse auch für Tiere Spruchs. Da hätten wir einmal die dumpf- Version Ich bremse auch für Frauen und die pfiffig gemeinte, allerdings genauso plumpe Retourkutsche Ich bremse auch für Männer. Nicht zu vergessen die Version für ganz harte Zeitgenossen Ich bremse nie, die eine glatte Lüge darstellt.
Je nach gesellschaftlicher Stellung des Fahrers lassen sich unterschiedliche Vorlieben feststellen. Gläubige Familienväter der oberen Mittelklasse greifen gerne zu diesem christlichen Fisch, der so aussieht wie das Nordseelogo. Ihre unkonventionellen Söhne besorgen sich – shocking! – einen Fisch, aus dem ein Stück rausgebissen wurde. Daneben klebt dann die Syltkuh und ein Logo einer Surffirma. Den Korsenkopf sieht man immer seltener, wohingegen Ying und Yang sich immer noch großer Beliebtheit erfreuen. Fernöstlich-geheimnisvoll kommt eben immer gut.
In den Gehaltsgruppen darunter sind Meisterjäger und „D“ Schilder sehr willkommen. In jeder Hinsicht groß sind die Logos von Hifi und Tuningfirmen, die sogar Schilder wie SEX ZYLINDER (mit 6 rammelnden Hasen) verdrängt haben. Vielleicht waren die aber auch nicht aerodynamisch genug…
Im Bereich von unkonventionellem Tuning ganz weit vorne liegen natürlich die Fernfahrer (Kings of the road). Die verbringen viel Zeit im Auto und wollen es daher etwas persönlicher gestalten. Außerdem haben sie die größte Klebefläche von allen. So kann man sich bei Fahrzeugen mit Überlänge an Hintersinnigem à la „Vorsicht, meine Damen! Meiner ist 18 m lang!“ erfreuen. (Dazu existiert natürlich das passende Shirt „Von 0 auf 30 cm in 5 Sek“, das jeglichen Kommentars enbehrt.) Ferner besitzen Brummifahrer Leuchtdioden und Wimpel bzw. Kennzeichen mit Namen wie Volker, Klaus oder Bernhard. Ob das ihre eigenen Namen sind, ein geheimer Code oder nur Verzweiflung, weil Marcel immer ausverkauft ist, vermag ich nicht zu sagen.
Ein Meisterstück ist der BILD-Klassiker „Autobahngebühr? Ich hup euch was!“, der breiten Konsens in allen Bevölkerungsteilen hervorrief. Den konsequenteren Mein Auto fährt auch ohne Wald wünschen sich zwar einige Ökos zum dagegenpöbeln auf den Lack, aber der wird höchstens in Zonendörfern verklebt. Da gibt es dann genug andere Kritikpunkte.

Ich könnte noch seitenlang weiter Beispiele anführen, aber ihr seht das Elend selber jeden Tag im Straßenverkehr. Wie schön ist es dann, sich ins eigene Auto zu setzen, wo nur wirklich lustige Sachen (Testwagen! Bitte nicht waschen.; Mindestens haltbar bis: siehe Bodenblech; oder worüber Ihr so lacht) an der Außenwand kleben…
WALDEMAR SCHMITT

Wasn das?! Gartenzwerg background

Gartenzwerg ist nicht nur der Name dieses Blogs, sondern stand auch für mein allerliebstes Egozine aus Hamburg. Es erschien jahrelang und in zahlreichen Ausgaben Ende der 1990er Jahre. Die meisten Sachen stammen von mir, einiges hat auch mein damaliger bester Freund Christina Steinhöfel beigetragen. Im Gegensatz zu den anderen Heften damals haben wir für die Ewigkeit geschrieben, daher sind die Texte auch nach über 10 Jahren noch lehrreich und wegweisend auf dem Weg in eine bessere Gesellschaft. Nach und nach werden die Texte nun ordnungsfrei ins Netz gestellt, denn das vergißt nix. Hoffen wir das mal. Und weil alles nix kostet, dürfte die Verbreitung breiter sein als damals, als ich noch Stunden bei Kaufhof am Kopierer verbringen mußte und die Auflage darum gering hielt. Dazu aber wann anders mehr…

Berufswahl 2010, Teil 2

Hier passiert wieder verdächtig wenig, ich weiß. Normalerweise hätte bereits das aktuelle Wochenblatt hier auftauchen müssen, aber solange das nicht offiziell vom Hafenklang verschickt ist, stell ich es hier nicht rauf. Bis dahin kann man sich die Zeit mit einem meiner Lieblingsspiele vertreiben. Digitale Hinterhofchirurgie. Und: Ja, das ist EIN Grund, warum die Flyer nicht fertig werden… Ich sollte nochmal umschulen, vielleicht ist Schnibbeln eher was für mich.
Wer den Hafenklang Newsletter abonniert, kriegt nicht nur mal was anderes als Spam ins Postfach, sondern ist zusätzlich informiert, was so passiert. Denn die Einleitung (das Wochenblatt) schreib ich extra für die. Und wenn viele Leute sich da anmelden, ist das gut für mich („schrieb credibility“, verstehste?) Ausserdem ist auf der Arbeit emails angucken besser als Blog angucken. Ende, ich geh in’s Bett.

„and that´s when the shit hit the fan…“ I: Anreise

Ursprünglich wollte ich nur mal mit zur Fusion, weil alle immer sagen „Oooh, das ist so nett da!“ und ich auch einige kenne, die sich da engagieren. Große Verwunderung machte sich breit, als ich beschloß, wirklich mitzufahren. „DU?! Bei den Hippies? Das gibt doch nur Ärger, was willst du da denn? Du drehst doch schon am Eingang durch..“ Also ideale Voraussetzungen und das, was man Grundvertrauen nennt.

.

Wie ich mir die Fusion vorstellte

Um nicht die ganze Zeit tatenlos zu sein, hab ich mir einen Job besorgen lassen: Sonntag abend auflegen und vorher performance-artig das Publikum für die Bands aufmischen. Ich versprach, eine Mischung aus Stand-up Comedy und Burlesque zu bieten: beides Dinge, die ich relativ scheiße finde.
Mit einem Müllsack voller Outfits tauchte ich Donnerstag dann vor Ort auf. Natürlich war die Fahrt schlimm. Obwohl ich trickreich die erste Bahn (6.37 ab Hauptbahnhof) genommen hatte, war ich nicht allein… einige Spezialisten hatten durchgemacht und lallten sich lautstark zu, dass ich bestimmt nach Rostock fahre, ich sähe ja schon aus wie ein Nazi. Anschließend ergingen sie sich in Gesprächen, wer wann wieviel gesoffen habe und (über viele Umwege) dass Helmut Schmidt der beste Kanzler gewesen sei, den Deutschland je gehabt hätte. Geil. Da waren wir noch nicht mal aus der „Metropolregion Hamburg“ raus… Natürlich waren noch mehr Fusionistas im Zug, die sich ebenfalls prächtig verstanden. „Scheide! hähähähä! Scheide! Issdochso.“ Dabei hatte man mir erzählt, die Wahnsinnigsten kämen erst am Sonnabend…
„Angekommen mit Ruinen und der Zukunft zugewandt“ summte ich vor mich hin und freute mich, dass auch im Schattelbus keiner neben dem Nazi (also mir) sitzen wollte. Dabei war jetzt vom Barfußhippie bis zum Sextourist so ziemlich alles im Bus. Aber wer will schon nach dem Äußeren gehen, vermutlich sind die alle ganz lieb.
Um das abzukürzen: die Fusion findet auf einem großartigen Gelände statt, die Organisation / Infrastruktur hat mich stark beeindruckt, ich bin für meine Verhältnisse ganz hin und weg. Sogar die Leute stellten sich insgesamt positiv dar, so schlimm wie im Zug wurde es fast nie wieder.

Wird sicher irgendwann fortgesetzt. Fehlen schließlich noch drei Tage. Auch wenn’s keiner wissen will. Immerhin verteilt sich so ein Text in Häppchen besser. Umverteilung, verstehste?

sing me a happy song…

Für alle, die ihre Nachbarn mal mit einem anderen Lied beglücken wollen gibt’s hier eine Möglichkeit. Mit Video. „Danke“ an Murphy. Und nun ist auch gut.

21.06.10

My resolution is to get healthier while still destroying myself with alcohol and drugs.“ (Anom.)

Ich gucke gerne Fuchtelvideos und lese mit Begeisterung Forumsbeiträge, in denen sich Menschen virtuell beharken, welcher Stil jetzt der beste/gefährlichste usw. ist. Diese Debatte ist nicht neu – schon vor Jahrhunderten gab es etwa 75 Mio verschiedene Kungfu Stile, die sich alle marginal unterschieden und zum Teil ebenso nützlich waren wie abwaschbares Toilettenpapier. Sehr beliebt waren Stile, die ihre Inspiration aus dem Tierreich nehmen. Der Kampfstil von Gottesanbeterin, Adler, Affen und was weiß ich noch alles – schlagt Brehms Tierleben auf irgendeiner Seite auf: wenn es das Viech in Asien gibt, hat irgendjemand seinen „Kampfstil“ kopiert. Was allerdings irgendwie unterging, war das Reh.
Wer im Internet das interessante Video „Cranbook deer vs. dog“ gesehen hat, weiß was ich meine. Bambis Mama trampelt auf dem Köter herum wie eine 78rpm Kelterinnenbrigade bei der pedalen Herstellung von Walnussöl. Ich glaube, ich habe meinen neuen Lieblingsmove gefunden.

Nachtrag: Hier ist das erwähnte Video. Ich denke, die Beschreibung ist bildhaft genug. Wer also Hunde lieber mag als Rehe, sollte sich das vielleicht nicht angucken. Ausserdem macht noch ne Katze mit. Wegen Internet und so.

ich glaub, ich muß katzen

Freitag nachmittag. Seit ich mir vorgenommen hab, zumindest jeden zweiten Tag etwas zu veröffentlichen, vergeht die Zeit so schnell…
Das Leben ist nicht einfach, vor allem, wenn man eine Katze ist.

Ich persönlich finde Katzen doof, aber im Internet sollen sie sehr beliebt sein. Daher der Link. Und wer denkt, hier passiere nichts, dem sei dieser Blog ans Herz gelegt.

Wir machen Dreck zu Gold und umgekehrt

„Einmal hätte nun wirklich gelangt! Es war ein singuläres Erlebnis, das sich so nicht wiederholen läßt.“ Eben. Zeit, alle positiven Erinnerungen daran auszulöschen. Hier kommt das Matrix reloaded für Freunde abseitiger Unterhaltung. Ich spiel es noch einmal, Sam. Keine Ahnung, ob das funktioniert – aber ich weiß schon, welches Lied läuft. Der schöne Jan hat einen äußerst passenden Flyer gezimmert.

Pflichttermin (für mich)

Ich hoffe, ich kann die Schaumkanone durchsetzen…