Es rappelt im Karton! Zumindest in der Küche ist schon wieder Frühling, die Fruchtfliegen sind brünftig und allüberall schreit der geil-heisere Lockruf der Wildnis aus alten Lieferdienst-Aluschalen. „Mexiko!“ ist hier das Stichwort, das auch die schlaffesten Fleischlappen wieder mit ordentlich Pep und 4 Körnern Dosenmais versieht. Dass anschliessend das Lasso rausgeholt wird, sollte selbstverständlich sein. Ob Bolas, Bombas oder la bamba: Stracciatella macht Eispickel, davon könnte auch Trotzki ein Lied singen. Dazu passend: ein pfiffig-leichtes Sommeressen, zum Beispiel Pharma-Salat zur Kalottenmische. Doch genug von Ernährung und anderer oraler Penetration, Mexiko! Zum Abschluss ein Ausflug in die Legislative: Das Gesetz, welches die maximal zulässige Glibschaufnahme in Männerhaar regelt, (das sog. Lex Barker) ist in § 3a erweitert worden: Kopfkissen gelten nun bis 2 Megaglibsch offiziell als Zwischenlager. Sorry Ladies.
Die Termine der Woche
Anlässlich des Überschreitens der 9000er Marke wird gefeiert. Mit diesem Video. Die Beschreibung sagt alles. „Meister Rigoletto Mettbach zertrümmert 3 Kieselsteine mit der bloßen Hand direkt hintereinander.“
„Das Gerücht, der Parfümeurssohn Honoré Fragonard habe seine exhumierte Verlobte zu einem Präparat verarbeitet, wurde durch die Entdeckung von Penisresten widerlegt.“ (wikipedia)
Scheisse, Schaltjahr, schon wieder Olympia… Bei genügend hohem Blutzuckerspiegel werde ich lyrisch und komme zu solchen „Rhymes“, die in ihrer Form Richtung Intumeszens gehen, inhaltlich aber der Hit sind. Zumindest, wenn man Sendern wie top100station.de Glauben schenken möchte. Den höre ich gerade, weil Webradio das neue große Ding ist, wenn man wie ich mal von der GEZ besucht wurde und ohnehin zahlen muss. Webstuhl (mit kurzem e) wäre in diesem Zusammenhang weniger ein Gegenstand, sondern eine qualitative Beschreibung der Songs, durch die ich mich quäle, ohne in die Fäkalfalle zu tappen und dann den ganzen Tag nach einem geeigneten Passenten zum Abstreifen zu suchen. „Wir sind hemmungslos“ der „Houserockerz“ heißt das aktuelle Meisterwerk, das gnadenlos in meine Trommelfelle ploppt. Augenblicke, in denen ich mich freute, kein Deutsch verstehen zu können. Wird wohl nix. Of every Fall ein Anspieltipp, dessen Text immer noch einen draufsetzt. Der Teufel scheißt auf den größten Haufen. Dass die Bedeutung der Redensart hier nicht passt, passt eben umso besser zu dem Bild, was ich darzustellen versuche.
Nächster Qunaller: Bei Achtsamqeit den Buchstaben „K“ durch „Q“ bzw. „Qu“ zu ersetzen und dem Text damit eine Art besonderen Aquzent zu verleihen. Qulappt prima, finde ich. Hat vermutlich schon vorher mal jemand versucht, wird nun sicher irgendwer anders noch mal versuchen und die Idee als seine ausgeben. Ist aber nicht schlimm, das laquieren wir über.
Monatsmitte ist durch – ALG 1 wurde ausgezahlt! Mit Frischgeld in der Tasche zu folgenden Terminen:
In diesen feindlichen Zeiten ist es angebracht, ein Zeichen der Toleranz zu setzen und zu zeigen, dass andere Leute auch schöne Sachen auf die Beine stellen. Das hier ist ein wunderbarer Text über das Leben und wie es sein könnte. Und hier der einzige Film, den ich kaum erwarten kann.
Und morgen kommt auch schon wieder das Wochenblatt.
„Es wird solange sinnloses Zeug geredet, bis sich herzliches Gelächter Bahn bricht. Der Geist kommt in den No-Mind-Zustand und kann sich erholen.“ (Kursbeschreibung Lach-Meditation) „Meistens wirds laut und für alle unangenehm“ (Loikaemie, „Trinkfestigkeit“)
Weil in den letzten Tagen im Rahmen eines Hallenturniers viel von Fahnen und Farben geschrieben wurde und auch von „Krieg“ und „Chaos“ die Rede war, möchte der Schreiberling eine helfende Hand reichen: Heraldik 101 – wovon sprechen wir eigentlich, wenn wir Schild sagen? Möchte ich anderen Leuten etwas mitteilen und mir ist es zu aufwändig, eine Fahne zu nähen, kann ich mir ein Schild basteln, wo etwas drauf steht. Zum Beispiel das eigene Wappen oder einen Spruch, meinetwegen auch einen Strassennamen. Das ist dann mein Schild. Wenn meine Freunde das ebenfalls machen, haben wir viele Schilder. Das kann lustig sein und manchmal auch ganz praktisch. Falls ich ein besonders stabiles Schild habe und dieses zum Zwecke des besseren Tragens z.B. hinten mit einer Schlaufe versehen habe – umso besser. Denn sollte ich aus welchen Gründen auch immer angegriffen werden, dann kann ich mein Schild als meinen Schild benutzen. Der Schild ist eine passive Waffe und war früher oft reich verziert. Da die alten Rittersleut früher mit Topf- oder Kübelhelm auf der Rübe nicht zu erkennen waren und man dank der Tatsache, dass sie wegen des riesigen Umzieh-Aufwands immer fleissig in die Rüstung schissen, ohnehin nicht so nah ran wollte, waren die Schilde und ihre Wappenbemalungen so eine Art Nummernschild (…).
Warum ich das erwähne obwohl es weder neu noch lustig ist? Weil wir nicht beim Lach-Yoga sind.
Wer Spass haben will, dem sei die große Hoppelparty am Freitag ans hungrige Herz gelegt.
Ein zünftiges Gehüpfe für einen guten Zweck: Hakken gegen Nazis. Details stehen unten, genau wie die anderen Termine der Woche:
„Wer Militär sagt und Heldentum meint, dem ist nicht zu trauen.“ (Dagobert Duck)
Neues Jahr, gleiches Gelaber. Hier natürlich auch. Saisonal bedingter Aufreger diesmal: Thematisieren der guten Vorsätze und des vorbestimmten Scheiterns. Die nächsten Wochen wird es wieder arschvoll beim Sport und einen Hauch leerer am Tresen. Zum Glück ist das Problem beim Training nicht so gravierend, weil viele Leute nach zweimal Schwitzen feststellen, dass das doch alles ganz schön anstregend ist und lieber anders „entschlacken“. Davon abgesehen, dass ihr mit der Verwendung von Shampoo, Abschminktüchern und Nasendusche eigentlich komplett „entschlackt“ sein solltet, gibt es natürlich auch hier wieder Möglichkeiten, den Körper zu verwirren. Ich finde es amüsant, dass Leute der Meinung sind, 6 Wochen winterlichen polytoxischen Vollrausch mit einer Woche Teetrinken und dem Verzehr geschmacksarmer Lebensmittel ausgleichen zu können. Funktioniert ungefähr so gut wie Fukushima neu zu tapezieren und zu rufen: „Kann weitergehen. So gut wie neu.“…
Für die Leute, die wirklich „ein paar überflüssige Pfunde loswerden“ wollen: Entschlackt eure Kontaktlisten im Telefon und bei Facebook. Da kommen innerhalb von Minuten ein paar Tonnen zusammen, die niemand braucht. Der heilsame Effekt für Gewicht und Wohlbefinden entsteht dadurch, dass das Frustsaufen über die Tüffeligkeit des Bekanntenkreises wegfällt.
Neue Freunde findet man im Hafenklang bei diesen Terminen:
Seit langer Zeit gilt: Überlege, was Du feiern möchtest. Morgen ist der 31.12.2011 und viele Leute laden zu einer Feier ein. Möchte man den Jahreswechsel feiern, nennt man so was am Besten Silvester-Party. Auf diesen Partys wird zuviel getrunken und verkrampft auf 0.00 gewartet, damit man endlich von irgendwem geküsst wird. Vielfach sind diese Feiern auch einem Motto untergeordnet, z.B. „80er“.
Möchte man nun eine andere spezielle Party feiern, z.B. anlässlich des neuen Stallone Films, nennt man seine Feier praktischerweise Sylvester-Party, weil der Typ so mit Vornamen heißt. Da wird dann auch viel getrunken und man wartet einfach so, dass man endlich mal knutschen kann, vorzugsweise mit jemandem vom präferierten Geschlecht…
Wieso zum Jahreswechsel so viele Stallone-Partys angekündigt werden, die dann nicht halten, was sie versprechen, ist mir seit Jahren schleierhaft und ich weigere mich, weiter darüber nachzudenken. Macht, wie ihr wollt, ich geh ins Bett. Zum Vergleich noch 2 Links, die bildlich darstellen, was ich meine: Sylvester und Silvester.
Wie auch immer: rutscht sanft, aber bestimmt ins neue Jahr. Wir sehen uns auf der anderen Seite.
„Alles was ich will: kim yong il!
– Alles was wir tun: für kim yong un!
– Nichts schmeckt so gut, wie schlanksein sich anfühlt!“
(drei säulen des nordkoreanischen kommunismus)
Sollte man einen Soundtrack für zwanzigelf wählen, wäre aus politisch-kultureller Sicht nur ein Lied das einzig wahre: „Dingdong die Hex ist tot“. Kaum ein Jahr hat an so vielen unterschiedlichen Ecken der Welt mit den bestgekleidetsten Männern aufgeräumt wie dieses. Bosozoku in Japan, Bin Laden an der Edelmüllkippe, Muammar „Mickey Rourke“ Gaddafi irgendwo im Sand, „Loriot“, Würzel von Motorhead, double rainbow Kim Yong Il, diverse andere, für die mir gerade der Spitzname nicht einfällt (z.B. Georg Kreisler, F-J Degenhardt) und ganz kurz vor Schluss Joppe Heesters… Alles Leute, um die bestimmt irgendwer trauert.
Mal im Ernst: Was war denn das für Jahr?! Zappelt noch irgendwer ausser Mario Barth und Benni XVI? Und wie soll das weitergehen? Einziger Lichtblick ist Chavez in Südamerika. Mit seinem Faible für krasse Jogger wird er hoffentlich noch lange seiner Jugendorganisation (Chavs/ Chavettes) im Vereinigten Königreich ein glorreiches Beispiel bieten können. Denn wir wissen: Aus Manchester kommen viele der einflussreichsten Ideen des industriellen Zeitalters.
Wie immer hat das nur am Rande mit unser aller Lieblingsclub zu tun, doch wisse:
Hafenklang ist überall. (Zum Beispiel liegt der Tresen des goldenen Salons mitten im europäischen Nordmeer, wenn ich dem „Handyfinder“ meines Anbieters glauben wollte.) Die Termine an der Elbe:
„lips that touch liquor shall never touch mine.“ (Verbales Verhütungsmittel)
Weihnachten ist das Fest der Liebe, was auch immer das für den Valentinstag bedeutet. Jedenfalls ist Weihnachten die Zeit des Jahres, wo beim Schenken jeder auf sich gestellt ist und sich nicht wie bei einem Geburtstag hinter „lustigen, ironisch gemeinten“ oder „Gemeinschafts“geschenken verstecken kann. Unterm Baum, im engen Kreis, ist Krieg. An Weihnachten wird nicht gelacht, es wird geliebt und besonnen – ein selbstgemachter Lutscher in Form des eigenen Genitals passt da nicht so richtig hin. Ohne Wunschzettel ist die Gefahr also groß, die komplette Unkenntnis über die Wünsche und Vorlieben seiner Nächsten zu offenbaren. Deswegen haben Pärchen und Paare meist einen „Nicht-anschenk-Pakt“ geschlossen, damit die Illusion, die jeweils andere Person verstehe einen, noch länger aufrecht erhalten werden kann. Früher war das einfacher: Männer bekamen Schnaps und Zigaretten, Frauen ein Haushaltsgerät, das man eh hätte besorgen müssen. Seit aber beide Geschlechter ihren Stoff immer von der Tanke holen können und das wichtigste Haushaltsgerät das Handy mit der Nummer vom Pizzaservice ist, hat sich das überholt.
Trotzdem kann man auf diesen Nostalgiezug aufspringen und das besser als auf jeden anderen, tatsächlichen Zug. Schenkt euren Liebsten echte Liebesäpfel. Ein aufwändig verpackter Liebesapfel, auch Paradiesapfel oder Paradeiser genannt, bringt den reinen weihnachtlichen Spirit wieder in die „gute“ Stube. Am besten noch mit dem Schild versehen: „Dieser Goldapfel ist etwas ganz besonderes. Wie Du. Weil Du es mir wert bist.“ Während der anschliessenden Diskussion über den Werteverfall durch Globalisierung könnt ihr schon mal locker auf Betriebstemperatur trinken. Denn am 24. stehen King Horge und der Schreiberling wie gewohnt im goldenen Salon und gucken bei lauter Musik, wer auch keinen Bock auf Blinkebäumchen hat. Hinkommen!
Die anderen Termine drumherum:
Ich find es ja nicht verkehrt, knackig zu trainieren. Und manche Übungen wirken auf Aussenstehende etwas komisch, weil die oft verständliche Frage „Warum tut man sich das an?!“ mit einem wenig überzeugenden „Na, man weiß ja nie..“ beantwortet wird. Und lieber ein bisschen kontrollierter Schmerz als eine unangenehme Überraschung im Ernstfall. Aber es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde… Leute, sowas macht den Sport kaputt.
Als Fetischvideo sicher ganz brauchbar, aber nicht meine Tasse Tee.
Und natürlich werd ich die Liegestütz mit den Stöcken ausprobieren.
Hinter den Kulissen des Fusionknackers: Im Schweinsgalopp durch die unendlichen Weiten des Egos von Waldemar Schmitt. Alte Gartenzwergtexte, neue Worte zur Lage der Nation, wirre Motive, liebliche Links – der ganze Schmodder, den ihr sonst zugeschickt bekamt wird nun hier versammelt und läßt sich so einfacher ignorieren.